Musikmesse 2007 – Teil 2

Dreiarm Weiter geht es mit dem Teil zwei des Musikmesse-Berichtes. Neben Neuheiten gab es auch Kurioses, wie der abgebildeter Dreiarm-Turntable am Stand von Schneiders Büro.

Auch der dänische Hersteller ORTOFON bleibt am Ball und schickt mit ARKIV ein System zur Digitalisierung von Vinyl ins Rennen. Sozusagen handelt es sich hierbei um das Gegenstück zur letztjährigen Neuheit Digitrack. War dieses optimiert auf die Abnahme eines Timecode-Signals, so soll ARKIV Aufnahmen von analogem Vinyl qualitativ hochwertig in den Kasten bringen. Klingt ganz clever und wäre mir einen Versuch wert. Erhältlich als Concorde oder OM-Version besitzt das System eine elliptisch geschliffene Nadel und liefert einen Output von 6 mV. Bei Charakteristik und Preis orientiert sich das neue System, nach Aussage des Ortofon-Standesbeamten, am zwischenzeitlich eingestellten DJ-E. Die Nightclub Reihe wird mit dem E MKII weitergeführt, auch hier OM- und Concordeversion, elliptischer Schliff und satte 8 mV Output.
AUDIO 8 DJ
Nach dem Split von Stanton und NATIVE INSTRUMENTS war nicht ganz klar, wie es mit Final Scratch weitergeht und in „Fachkreisen“ wurde versucht den zu finden, der hier Federn lässt. NATIVE muss das nicht sein, deren neue Vinylemulation TRAKTOR SCRATCH macht nämlich einen soliden Eindruck. Der etwas klobige Scratch-Amp ging mit Stanton und wurde durch das grazilere AUDIO 8 DJ Interface ersetzt. Qualitativ hochwertig und über USB mit dem Rechner verbunden, verfügt dieses über je acht In- und Outputs, sowie zwei Phono-Preamps. Dazu MIDI I/O, XLR-Mikrofoneingang und ein Kopfhörerausgang mit Levelmeter. Überhaupt sind auf dem Gehäuse zwanzig LEDs verteilt, die den jeweiligen Connection-Status vermelden. Nette Idee, ebenso wie das neue, farbcodierte Multicorekabel. Dieses ist durch XLR-Stecker geteilt, so dass nach oder vor einem Gig nur ein Griff genügt, die Traktor Scratch Komponenten vom DJ-Setup zu trennen bzw. diese anzuschließen.
Die Programmierseite war bekanntermaßen auch bei Final Scratch NATIVEs Part und so bleibt man sich treu. TRAKTOR SCRATCH basiert auf dem bekannten Traktor 3. Neben zwei Timecode-CDs gehören zwei 120g Timecode-Vinyl zur Grundausstattung. Das Timecode-Signal wurde optimiert und eine „Scrollrille“ ermöglicht nun die Trackauswahl ohne Mouse. Momentan läuft TRAKTOR SCRATCH, außer mit dem AUDIO 8 DJ Interface, exklusiv “”Traktor Scratch Certified” mit den Mixern Mackie D.2 pro und Korg Zero4 bzw. Zero8, was eine Menge Verkablung ersparen dürfte. Unser Preis 579 Euro (299 Euro als Bundle für “Traktor Scratch Certified Mixers”). Jetzt bei uns im Shop erhältlich!
DENON HD2500
DENON legt mit dem HD2500 eine „all-in-one“ Media Lösung vor. Möglich ist nicht nur der Zugriff auf bis zu vier externe Festplatten, USB-Sticks oder iPods, der HD2500 bringt auch eine interne 40 GB Festplatte mit. Über den HD2500 kann ebenso auf die Laufwerke der traditionellen CD/MP3 Player (Model D4000/D4500) zugegriffen werden. Das Gerät zeigt sich als professioneller Media Player und Controller mit 3,8“ LC-Display, Digital-Effekten und drucksensitiven Jogwheels. Eine Music Manager Software, zum Transfer von Musikfiles, ist im Lieferumfang enthalten. Preis 999 Euro
ECLER EVO5 ECLER EVO5
ECLER hat den Schleier gehoben und die Produktspezialisten Ziel 100 und Kabuki durften das neue Flaggschiff EVO5 in freie Gewässer navigieren. Bis zum offiziellen Release werden noch einige Monate vergehen, September ist ins Auge gefasst. Ansonsten gefiel der EVO5 durch den, von der NUO Serie gewohnten Bedienkomfort. Für aufgerufen 1600 Euro erhält man ein volldigitales Pult, welches gleichzeitig MIDI-Controller und 12 Kanal Firewire-Audio Interface ist. Features wie ein passwortgeschützter Limiter oder 6-Band EQ auf dem Master, gehören ebenso dazu wie kanalbezogene Effekte. Und natürlich ist der EVO5, sogar in erster Linie, ein 4 Kanal-DJ-Mixer in bekannter ECLER Qualität.
KORG ZERO8 KORG ZERO8
Auch KORG legt die Messlatte nach oben. Die Topmodelle heißen ZERO8 bzw. ZERO4. Ähnlich wie beim EVO ist ein Firewire Audio/MIDI Interface integriert. In die große Variante ZERO8 wurde so ziemlich alles gepackt, was ein Latop-DJ oder – Producer an Wünschen haben kann. Möglich ist die Kontrolle über Studiosoftware wie Ableton, aber auch (MIDI-fähige) DJ-Programme a la Traktor oder sogar Traktor Scratch können gesteuert werden. Die Inputs sind als Chinch und Klinke möglich, die Art der Belegung kann frei zwischen Line, Phono, Mic, Instrument bzw. Audio, MIDI und Hybrid gewählt werden. Die beim kleinen Bruder ZERO4 vorhandene Sampler Sektion wurde beim ZERO8 durch ein X/Y Touchpad zur Effekt oder MIDI Kontrolle ersetzt. Alles in allem ein sehr innovativer Mixer, damit kann man, 1200 bzw. 1800 Euro Anschaffungskosten vorausgesetzt, Richtung Zukunft starten. Im Handel ab Juni/Juli.
VESTAX PDX3000MIX
Apropos Zukunft. VESTAX, die schon mit einem Turntable zum umhängen Aufmerksamkeit erregten, bringen mit dem PDX3000MIX ein Performancetool futuristischer Art. Ladies and Gentlemen, der MIDI-gesteuert Plattenspieler ist da. Über MIDI wird der Drehmoment des Motors gesteuert und so die Abspielgeschwindigkeit und damit die Tonhöhe der Platte geändert. Mit dem entsprechenden Tonträger auf dem Teller (oder via Timecode im virtuellen Player) kann man den PDX wie ein echtes Instrument handhaben. MIDI-Tastatur dran und ab. Definitiv hat das Teil Potential für Turntabelisten oder Bands mit DJ-Posten. Angaben zu Preis und Lieferzeitraum waren noch nicht zu erfahren.
KORG KAOSS PAD mini
Das Familie KAOSS PAD Zuwachs bekommt war nicht neu. Der Kleine soll KP-MINI heißen. Ähnlich wie bei den großen Brüdern werden Effekte über ein Touchpad gesteuert nur wurden weder Loops noch Extras integriert. Etwas größer als eine Zigarettenschachtel und batteriebetrieben, hat man dafür den Vorteil praktisch uneingeschränkter Flexibilität. KAOSS TO GO, sozusagen. Jetzt bei uns im Shop erhältlich!

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