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SAMPLEDECKS 2.0 – (P)Review

Die UltraMixer Jungs “bauen” nicht nur ihre gleichnamige DJ-Software, sondern auch ein Sampletool, das sich vielfältig einsetzen und ziemlich einfach bedienen läßt.
SampleDecks 2 befindet sich aktuell noch in der Betapahse und steht kurz vor’m Release Candidate, ist aber dennoch bereits jetzt schon fit genug für den Salection Test. Hierbei kam die 2.0.0 beta10 zum Einsatz, die wir Euch nun ein wenig näher vorstellen möchten.

Wie der Name schon sagt, ist “SampleDecks” ein softwarebasierter Sampler, der bis zu 64 Soundschnipsel pro Samplebank verwalten kann. Für die Audiowiedergabe und -aufnahme kann jedes beliebige Interface oder der Onboard-Chip bestimmt werden und die Slots lassen sich per Mouse, Keyboard oder MIDI-Controller ansteuern.
Jede Samplebank kann in 1 – 4 Zeilen und 1 – 16 Spalten aufgeteilt werden. Eine Zeile & eine Spalte ergeben somit einen einzigen Sampleslot, 2 Zeilen mit 4 Spalten ergeben 8 Slots, 4 Zeilen mit 6 Spalten haben 24 Slots usw… Dadurch ist man beim Erstellen seiner Samplebänke sehr flexibel, je nach Bedarf und Umfang findet sich immer eine passende Einstellung, die man nachträglich auch noch ohne Probleme ändern (erweitern oder reduzieren von Spalten & Zeilen) kann. Es können beliebig viele verschiedene Samplebänke angelegt und archiviert, und anschließend über eine Dropdownliste direkt ausgewählt werden.

Um die einzelnen Slots zu füttern, kann man seine gewünschten Soundfiles (in allen gängigen Formaten, wie etwa WAV, AAC oder MP3) zuweisen, oder die integrierte Aufnahmefunktion nutzen, mit der sich per angeschlossenem Mikrofon oder Audio-Zuspieler (z.B. CD-Player, Instrument o.ä.) spontan einbinden lassen. Jedem Slot kann man anschließend auch eine eigene Bezeichnung sowie Hintergrundfarbe bzw. ein Coverbild verpassen, was die Übersicht der gespeicherten Samples in der Bank optimiert.
Für die zugewiesenen Audiofiles gilt übrigens keine Längen- bzw. Größenbeschränkung, sodaß sich in SampleDecks auch bis zu 64 einzelne komplette Tracks einfügen lassen und das Tool dadurch zur ganz persönlichen Jukebox benutzt werden kann.

Die Wiedergabe läßt sich ebenfalls für jeden einzelnen Slot individuell anpassen. Dafür stehen 3 Spielmodi zur Wahl: “Re-Play beim Drücken” (Sample spielt und fängt bei erneutem Drücken wieder von vorne an), “Play solange gedrückt” und “Play/Stop” (Sample spielt, stoppt bei erneutem Drücken und wird zurückgesetzt). Es kann auch bestimmt werden, ob die Sounds im Loop laufen sollen und ob ein- bzw. ausgeblendet (Fade in / out) werden soll. Falls Samples zu Beginn einen stillen Part haben, kann dieser mit der Option “Stille ignorieren” übersprungen werden. Damit noch nicht genug, kann die Lautstärke nicht nur global, sondern auch separat für jeden Sampleslot angepasst werden. Wem ein Sample zu langsam oder schnell ist, der kann es über die Pitchfunktion +- 100% angleichen.
Bei Sample-Tools spielt die Steuerung immer eine wichtige Rolle. Dies ist in SampleDecks mitunter sehr gut gelöst, da man die Slots nicht nur einzeln per Mouse anklicken kann, sondern auch per Tastatur oder – am komfortabelsten – mit einem MIDI-Controller. Dafür steht eine praktikable MIDI-Learn Funktion zur Verfügung, mit der man Start- und ggf. Stop-Impuls sowie eine optionale LED-Ansteuerung schnell und einfach zuweisen kann. Sollte die LED-Zuweisung nicht auf Anhieb funktionieren, kann man über die “Scan”-Funktion alle LEDs aufblinken lassen und so das richtige Kommando automatisch suchen & finden lassen.
Beim Test mit einem Launchpad ging das Mapping wirklich sehr schnell und fehlerfrei, sogar die LEDs zeigten sofort den korrekten Slotmodus an (LED an, solange das Sample gespielt hat; LED aus, wenn Slot inaktiv). Mit der bereits erwähnten Möglichkeit, komplette Tracks auf die Slots zu legen, und einem Launchpad kann man sich also im Handumdrehen eine Jukebox bauen, bei der das aktuell laufende Lied am Launchpad angezeigt wird.

Man muß der UltraMixer Crew wirklich ein Lob aussprechen für SampleDecks. Das Tool ist einfach zu konfigurieren, leicht zu bedienen, flexibel anzuwenden und erschwinglich in der Anschaffung (59,95 €). Aktuell gibt es SampleDecks nur direkt beim Hersteller zu kaufen, wo man sich auch erst mal eine Demo herunterladen und diese dann selbst antesten kann. Sobald die Version 2 den finalen Status erreicht hat, wird es diese auch parallel im Fachhandel zu kaufen geben.

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