Pioneer DDJ-SX

Neu Pioneer DDJ-SX – Serato DJ Flagschiff-Controller, BPM-Show 2012New Pioneer DDJ-SX – Flagshipcontroller for Serato DJ, BPM-Show 2012

Der neue Pioneer DDJ-SX wird nicht nur der erste Controller sein, der mit der neuen Serato DJ Software funktionieren wird, sondern er wird aktuell auch als der neue Alles-Könner gehandelt. Im DDJ-SX wurde nämlich für fast jede schon bekannte Funktion ein Steuerelement verbaut, d.h. man kann wirklich von der eierlegenden Wollmilchsau sprechen. Der 4-Kanal Controller kann gleichzeitig als analoger Mixer arbeiten und birgt auf beiden Seiten große Kunststoff Jogwheels, wie man sie von den bekannten CDJ´s kennt. Dabei ist ein LED-Kranz in die Mitte eingelassen, der die Nadelposition des Tracks anzeigen soll. Die darunter liegenden Velocity Pads dienen zur Steuerung der Modi Hot Cue, Roll, Slicer und Sampler, so wie man sie bereits von Serato Itch mit dem Novation Twitch oder dem Vestax VCI-380 kennt. Die Loop Sektion beinhaltet Auto- und manuelle Loops.

Die Transporttasten sind ebenfalls von den CDJs übernommen und liegen mit Play, Cue und Sync übersichtlich an der Seite. Im Grunde könnte man von der Verschmelzung eines Numark NS-6 mit einem Vestax VCI-380 sprechen, wenn da nicht noch ein paar weitere Funktionen und Steuerelemente wären, die es vorher noch an keinem Serato Controller gab. So gibt es z.B. für das Jogwheel den Slip-Mode, den man bereits von den großen CDJs kennt. Zusätzlich lassen sich zwei Decks gleichzeitig auf ein Jogwheel legen, was so viel bedeuten könnte, zwei Decks gleichzeitig zu scratchen. Weiterhin gibt es Tasten, um Beatgrids zu editieren und zwischen den Ansichten für Effekt, Sampler und wahrscheinlich auch dem Video-Plugin hin und her zu wechseln (Panel Select). Für den Sampler in Serato DJ besitzt der DDJ-SX einen dezidierten Lautstärkenfader, der sich zwischen den Kanalfadern befindet. Als letztes wäre wohl noch die Effektsektion zu erwähnen, die für die neuen Effekte von iZotope etwas größer ausfällt, so wie man es von Traktor-Controllern kennt.

Die Haptik

Im Großen und Ganzen fühlen sich die Bedienelemente des DDJ-SX sehr wertig an. Nichts wackelt und die Beweglichkeit von Fadern und Regler kennt man von den Club-Mixern. Die Velocity-Pads fallen etwas härter aus, als die vom Vestax VCI-380. Alle Tasten besitzen ebenfalls einen angenehmen Druckpunkt mit präziser Reaktion, wenn man den LEDs glauben schenken darf (denn der Controller war mit keiner Software verbunden). Die Jogwheels laufen ruhig ohne Nebengeräusche, drehen nicht zu lange und verwinden nicht, obwohl sie aus Kunststoff sind. Das Material trägt aber auch dazu bei, dass so gut wie keine Plattentellerträgheit fühlbar ist, so wie es meist bei Controllern aus dem unteren Preissegment ist. Als wesentliche Abweichung zu anderen DJ-Controllern erlaubt sich Pioneer nach wie vor den Pitchfader für Deck A und C zwischen Jogwheel und EQ zu platzieren.

Anschlüsse

Der DDJ-SX läßt keine Wünsche offen. Alle Kanäle können praktisch mit analogen Signalen belegt werden, d.h. der Anschluss von 2 x Plattenspieler oder 4 x Cd-Player wäre möglich, um den DDJ-SX als normales Mischpult zu nutzen. Mit einem Master Out in den Varianten XLR und Cinch, einem Booth Out in Klinke und zwei verschiedenen Mikrofoneingängen wird der DDJ-SX wahrscheinlich auch jeden mobilen DJ freude bereiten. Der vorderseitige Kopfhöreranschluss steht sowohl in großer, als auch in Mini-Klinke zur Verfügung.

Die Praxis

Wie sich der DDJ-SX wohl in der Praxis schlagen mag werden wir wohl erst im November 2012 erfahren. Denn dann kommt der Pioneer DDJ-SX zusammen mit Serato DJ für runde 999.- Euro auf  den Markt.

Hier auch noch mal das ganze in bewegten Bildern

Fazit

Pioneer scheint mit dem DDJ-SX wohl wirklich alle möglichen Funktionen einer DJ-Software abzudecken. Sicherlich wird der Controller nicht nur für Serato User interessant sein, denn die Bedienelemente lassen sich bestimmt auch für jede andere Midi-fähige Software mappen. So könnten Traktor Pro DJs ebenfalls vom DDJ-SX angetan sein. Die große Anzahl an Bedienelementen benötigt letztendlich auch eine Menge Platz wodurch der Controller sehr groß und wuchtig ausfällt (664 mm (W) x 70.4 mm (H) x 357 mm (D) bei 5,8Kg). Gefühlt würde ich sagen, liegt er irgendwo zwischen Numark NS-6 und NS-7. Ich habe zwar noch keinen DJ mit einem Controller in dieser größe reisen sehen, aber vielleicht wird der DDJ-SX ja zum neuen Club-Standard an dessen Seite sich dann CDJs und Plattenspieler anschmiegen können.

 

Features und Specs laut Hersteller

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Neueste Beiträge des Autors:

  • Hey,

    hast du die Videofunktionen getestet, sind die Fader auch Midi?

    Also kann man Videos damit mixen, wie beim TTM 57SL oder nur abspielen?

    LG

    • rob-b

      Wie du den Bildern bestimmt entnehmen kannst, war auf der BPM-Show noch keine Software verfügbar, sondern nur der Controller. Ich gehe aber davon aus, dass der Controller auch das Video-Plug In steuern kann, da das Plug-In einen Faderlink Button hat und Serato diese Option bestimmt nicht vergessen hat. Es würde ja sonst auch keinen Sinn machen, das Video-Plug-In bei den ersten 1000 Stück zu bundeln. Vermutlich wird es aber nur den Fader-Link geben und keine freien Tasten, um mal die Videodeck-Effekte oder Crossfade-Effekte manuell zu wechseln. Das hat es bisher leider bei noch keinem Controller gegeben. Ich habe aber zu mindest beim VCI-400 die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

  • muh0190

    Die Jogwheels sind aus ALU!
    Zweimal im Text steht Kunstoff… Unsinn!

    • Die Jogs sind aus Kunststoff mit einer Aluschicht als Kontaktgeber. Wenn Du einen DDJ-SX besitzt kannst Du das ganze ja mal auseinander schrauben. Dann wirst Du sehen, was sich darunter verbirgt 😉