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SOUNDCLOUD – und nun die Werbung!

Mit einem neuen Ansatz will SOUNDCLOUD Geld verdienen. Ein Ansatz wie man ihn vom Privatfernsehen kennt: Werbung.

 

Die Berliner Musik-Plattform SOUNDCLOUD zählt zu den best gerankten Webseiten weltweit, geschätzer Wert irgendwo um die 700 Millionen Dollar. Steigend! Auch die Nutzerzahlen gehen ständig nach oben. Was nicht wundert, ist der Cloudanbieter doch einer der musikalischen  Knotenpunkte im Netz. Einst als Dienst für Musiker gestartet, entwickelte sich SOUNDCLOUD zur beliebten Streaming- und Downloadquelle. Gerade für DJs und Producer eine der ersten Adressen. Eigene Produktionen und Mixe im Upload, frische Ideen und neue Tracks im Download. In der Basisvariante kostenlos. Bisher. Und auch in Zukunft. Wenn man dafür eingestreute Werbung erduldet.

Der auf musikalischer Grundlage fußende Erfolg blieb der Musikindustrie nicht verborgen. In Zeiten in denen CD und Streaming / Download ihre Bedeutung getauscht haben, sucht man dort ständig nach neuen Einnahmequellen. Siehe auch Youtube. Insofern darf man SOUNDCLOUDs  “partner can monetize their tracks” auch als Reaktion auf Forderungen der Musikindustrie, nach zu zahlenden Lizenzgebühren, verstehen.

Was ändert sich nun?

Es wird drei Account-Typen geben. Partner, Pro und Premier.

  • Ein Partner-Account ist ähnlich dem bisherigen Free-Account und weiterhin kostenfrei. Mit drei Stunden steht mehr Upload-Zeit zur Verfügung als bisher. Im Gegenzug wird in Zukunft (zuerst in den USA) Werbung (laut einiger Quellen 15-30 Sekunden) eingespielt bzw. eingeblendet*.
  • Der Pro-Account kostet 3 Euro im Monat. Er hat nun 6 Stunden Uploadlimit und bietet, wie die bisherigen Pro-Accounts, Spotlight, Quite Mode und erweiterte Statistiken. Für 9 Euro im Monat (Pro Unlimited) kann der Upload auf 30 Stunden / Woche erhöht werden.
  • Neu hinzu kommt der Account-Typ “Premier”, mit dem Musiker ihr Werk monetarisieren können und über den Plattenfirmen Tracks und Profile promoten können . Diese Stufe erreicht man derzeit nur auf Einladung von SOUNDCLOUD.

Vom Prinzip her nähert sich SOUNDCLOUD mit diesem Model dem guten, alten Radio an. Privatradio … die Hölle. Auch wenn nicht ganz vergleichbar, bleibt abzuwarten, wie sich diese Entscheidung bei den Nutzern auswirkt. Neben dem bekannten MIXCLOUD ist HEARTHIS eine immer öfter genannte Alternativadresse. Die Karawane zieht weiter und mich erinnert das fatal an die MYSPACE-Story.

Offene Fragen?

* Nicht ganz klar ist mir momentan 1) ob auch Pro-Accounts Werbung erdulden müssen, 2) wann genau und 3) wie oft diese eingestreut werden soll. Wenn man trotz Zahlung mit nervender Werbung an unpassender Stelle (gibt es eine passende Stelle für nervende Werbung?) zugebombt wird, ist es an der Zeit über einen Wechsel nachzudenken. Falls aber nur “nervige Premier-Accounts” von Universal oder Sony Werbung senden, kann ich das tun, was ich jetzt beim Radio tue. Nicht reinhören. Und alles ist bestens (sofern die Restriktionen durch den Content-ID-Algorithmus nicht zunehmen). Meine seit langem genutzte Anlaufstelle bleibt weiterhin das, was sie immer war: das bessere Radio, eine Quelle für frische und gute Musik nach meinem persönlichen Geschmack. Dafür steht SOUNDCLOUD Geld zu und den Künstlern sowieso.

Mehr dazu: SOUNDCLOUD
Alternativen: HEARTHIS | MIXCLOUD

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