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Review: BPM-Show 2014 – Pioneer, Reloop, Numark, Serato, Korg, Akai

Die BPM-Show ist vorüber und wir konnten einige Infos für Dich sammeln. Es gab zwar keine Produkt-News, die nicht schon vor der Messe bekannt waren, aber zumindest ließen sich diverse Sachen anfassen, um einen ersten Eindruck gewinnen zu können. Davon abgesehen ist es natürlich immer wieder schön bekannte Gesichter zu treffen, um über das ein oder andere zu plaudern.

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Pioneer PLX-1000

Pioneer PLX-1000

Pioneer PLX-1000

Aktuell sollten sich die ersten Pioneer PLX-1000 Plattenspieler in der Auslieferung befinden.  Auf dem Pioneer-Stand konnten wir die neuen Turnis ausprobieren. Tja, was soll man dazu sagen. Es ist ein Plattenspieler mit Basics, die man vom Technics 1210er kennt. Er funktioniert, nichts wackelt und er ist sehr schwer. Alle Bedienelemente sind gut erreichbar und hinterlassen einen soliden Eindruck. Weiter Infos zum PLX-1000 gibt es demnächst in unserem anstehende Review!

 

 

Serato

Auch Numarks neuer Serato DJ Controller, der vor allem durch seine Deck-Displays Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, stand auf de BPM zum Antesten bereit. Dank Baptiste und Nick von Serato, hatten wir die Möglichkeit uns die neuen Serato Produkte in einem ruhigeren Meetingraum anzuschauen. Darunter auch AKAIs neue Modular-Controller AFX und AMX, Reloops DVS-Ad-On Controller Neon und Serato Flip in Aktion.

Numark NV

Der Numark NV überrascht durch seine sehr flache Bauweise. Die beiden integrierten Displays sind ordentlich hell und zeigen neben der Tracksammlung die Waveform und weitere Informationen. Für Deck 3+4 gibt es jeweils einen Umschalter. Parallel gelagerte Waveforms sind auf den Displays aber nicht möglich. Das neue Flip-Feature ist zwar nicht auf der Controller-Beschriftung zu sehen, aber auf die Tasten “Parameter Adjust” gemappt. Ebenfalls interessant ist der zuschaltbare Roll-Effekt auf die Kanal-Filter und die Kill-EQs per Berührung. Mehr Infos kommen dann in unserem ausführlichen Test.

AKAI AFX&AMX

Die beiden Modular-Controller sind trotz Kunststoffgehäuse überraschend solide gebaut und lassen sich, ohne zu rutschen, auch etwas grober bedienen. Sie sind zudem schwerer als man sie einschätzen würde. Schnelle Cuts mit dem Innofader des AMX sollten den Controller also nicht zum Kippen bringen. Ich dachte erst, dass jemand den Tisch, auf dem die Controller standen, mit Kleber eingeschmiert hatte, aber es waren einfach nur die enorm griffigen Gummifüße der beiden Controller, die für Standfestigkeit sorgten. Fader, Regler und Tasten fühlen sich gut an und auch der neugierige Blick auf eine der EQ-Poti-Achsen bestätigte, dass hier ordentlich gearbeitet wurde. Auch wenn die EQ-Regler für meinen Geschmack ein wenig schwergängig waren, so bleibt das Gesamtbild davon ungetrübt. Wir sind gespannt, wie sich die beiden Module in unserem anstehenden Test schlagen.

Reloop Neon

Reloops neuster Add-On-Controller hinterließ ebenfalls einen positiven Eindruck. Das Kunststoffgehäuse ist sauber verarbeitet und die anschlagdynamischen Pads sind groß genug für Trigger-Akrobatiken. Die beiden Endlos-Encoder für das Track-Loading und Loops sind ein wenig wackeliger, als die des AKAI AMX bzw. AFX. Das liegt wahrscheinlich daran, dass das Poti keine obenliegende Verschraubung besitzt. Reloops Neon stand ebenfalls, dank der guten Gummifüße, äußerst stabil auf dem Tisch.

Serato Flip

Serato Flip ist durchaus ein super Werkzeug, dass natürlich ein wenig Übung benötigt. Für diejenigen, die sich das Flip-Upgrade irgendwie nicht so richtig in ihr DJ-Set denken können, sei gesagt, dass es sich auch wunderbar im Studio oder zu Hause nutzen lässt, um schnell ein paar getriggerte Sachen aufzunehmen. Aktuell funktioniert Flip noch nicht, wenn das Trackdeck oder die Timecode-Platte steht. Laut Baptiste soll dies aber im nächsten Update behoben sein. Wer nicht weiß, was Serato Flip ist, der kann das hier gerne nachlesen!

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Reloops bunte Fadercaps & Knobs

Kurz vor der BPM ereilte uns noch Reloops Pressemitteilung zu den neuen bunten Fadercaps und Knobs. Da Customizen von DJ-Equipment Gang und Gebe ist, um sich abzuheben, scheint Reloop in die gleiche Richtung wie DJTechtools mit den Chromacaps gedacht zu haben, mit dem Unterschied, dass ein Set von Reloop gerade mal 11,90 Euro kostet. Bei den Chromacaps kostet alleine das Stück zwischen 3.- und 5.- Euro. Reloop bietet hier jeweils ein Faderkappenset (5 Stück) und eines für Drehregler (8 Stück) an. Nach der ersten Begutachtung auf der BPM scheinen Reloops neue Kappen die gleichen zu sein, wie man sie auch auf den Mixern und Controllern findet mit dem Unterschied, dass sie eine leichte Gummierung besitzen. Die Kappen gibt es in 5 verschiedenen Farben: gelb, grün, blau, lila und weiß. Gefühlt sind die Chromacaps von DJTechtools etwas dicker und haben einen weicheren und griffigeren Gummiüberzug. Zusätzlich gibt es bei den Chromacaps auch zwei verschiedene Stärken, nämlich “Super” und “Fatty”.

Nachdem DJWORX diesen unschlagbaren Review zu den neuen Reloop Caps gebracht hat, sehen wir leider von einem Produktest ab 🙂

Korg Electribe 2

Korg lässt die Electribe Stepsequenzer wieder aufleben und stellte auf der BPM schon ein erstes Serienprodukt vor. Ich muss zugeben, dass ich nie ein Freund von Stepsequenzern gewesen bin. Und da die Electribe in meinem Kopf irgendwo zwischen DJing, Live-Act und Recording stehen, sind sie auf jeden Fall eine Erwähnung wert. Nicht zuletzt auch weil schon aus der letzten Generation ein beeindruckender Sound rauszuholen war. Wer mehr über die Electribe erfahren möchte, sollte sich die Newsmeldung von Selektion.de durchlesen und auf Korg.de vorbeischauen. Einen ausführlichen Test der Electribe gibt es demnächst auf dj-lab.de (Aber nicht von mir 😉 ).

Fazit

Auch wenn viele Hersteller ihre Infos zu Produktneuheiten meist vor der Messe rausfeuern, so ist die BPM-Show nach wie vor für mich eine sehr interessante Messe. Das liegt zum größten Teil daran, dass ich dort netzwerken kann und die Messe auf den Konsumenten und nicht auf B2B ausgerichtet ist, so dass man neben den Produktneuheiten eine Menge Informationen in Workshops rund um das Thema DJing, Musikproduktion und neuerdings sogar Lichttechnik angeboten bekommt. Klar, es ist nicht Jedermanns Sache deswegen nach England zu fahren/zu fliegen. Vor allem, wenn die Berichterstattung im Netz schon vor der Messe Details liefert, die einen generellen Besuch in Frage stellen. Der Schlüssel liegt dann eher darin, wie viel Informationen man für den persönlichen Nutzen von so einer Messe mit nehmen kann. Für den DJ von heute dürften das dann aber Themen sein, die weniger das Auflege-Equipment selbst betreffen, sondern durchdachte Kurse, die ihm zeigen, wie er sich erfolgreich vermarktet und mit welchen Bedingungen das ganze verknüpft ist.

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Auf unserer Facebookseite gibt es noch mehr Bilder von der BPM-Show 2014 in Birmingham. Schau doch mal vorbei!


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