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BAAUER sucht Sound

Eine Mini-Doku begleitet Harry “Baauer” Rodriguez bei der Suche nach Samples.

Der “Harlem Shake” ist Inbegriff eines Internetphänomens. Vor etwas über einem Jahr hatte die Hälfte aller Videos bei Youtube ähnlichen Inhalt: 15 Sekunden dreht einer durch, während seine Umgebung ruhig bleibt. Es folgt die Anweisung “And Do The Harlem Shake” und die nächsten 15 Sekunden drehen alle frei. Gern ungelenk tanzend und – Zitat Wiki – “häufig sexuell konnotiert“. Den Soundtrack dazu liefert BAAUER, damals noch Bedroom-Producer aus Brooklyn.

Inzwischen um einiges bekannter, reist BAAUER zusammen mit NICK HOOK in die arabische Wüste und in japanische Kloster. Dabei werden Geräusche aus der Natur und Laute von Tieren ebenso aufgezeichnet, wie traditionelle Instrumente oder Gesänge. Kennt man vom ethnologischen Fieldrecording. Hier liegt der Fall etwas anders. BAAUER nimmt Kamelrufe als Grundlage für eine Bassline und das Zischen eines Schwefelvulkans als Riser. Sympathisch wird Beduinen die Ghettofaust entgegengestreckt oder ehrfurchtsvoll einer Gagaku-Vorstellung gelauscht. Die Red Bull Dose (Red Bull produzierte diese Doku)  bleibt dabei dezent im Hintergrund, führte mich aber kurz zu konsumkritischen Überlegungen. Ergebnis: schön wenn Tradition und Moderne zusammenkommen. Schön wenn auf BAAUERS kommendem Album japanische Flöten und arabische Trommeln mit elektronischem Sound fusionieren. Schön wenn es via ABLETON eine Teil der Samples zum kostenfreien Download gibt. Danke Red Bull, trotzdem bleib ich bei Kolle Mate Aktivbrause.

Mehr Infos zu “Searching For Sound” inklusive Bonustrack “Tokyo Temple”

Bonus: “Winter Is All Over You” im Original von dem schwedischen Schwesterduo (wenn schon eine Überschrift mit Zwinkern Richtung RTL-Doku, dann auch alberene Alliterationen) FIRST AID KIT, hier im Remix von BAAUER.

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