Discogs Apps

5 Apps für DISCOGS

Was vor fünfzehn Jahren als Nerdidee des Kevin Lewandowski begann, zählt inzwischen zu den meistbesuchten Seiten im Internet: DISCOGS. Die Plattensammlung der Welt, noch immer ohne eigene App. Aber mit einigen inoffiziellen Alternativen.
Vor kurzem jubelte Blogrebell Walter in einem Beitrag. Er hatte eine App gefunden. Für DISCOGS und mit Barcodescanner. Was mir in Erinnerung rief, dass auch meine Plattensammlung nur partiell eingepflegt ist. Immer mal wieder begonnen, immer wieder abgebrochen. Das hat drei Gründe. 1) ich bin nicht der Buchhaltungstyp 2) DISCOGS wirkt optisch wie eine Verwaltungssoftware des Zolls 3) zuviel Aufwand. Aber cool ist das schon, so theoretisch zu sehen, wo das Geld geblieben ist, welches man nicht in Auto oder Haus gesteckt hat. Dank DISCOGS Marketplace läßt sich der Wert der eigenen Sammlung beziffern. Ungefähr und unverbindlich, resultierend aus den bisherigen Verkaufspreisen.  Noch stehen hunderte Platten unkatalogisiert in meinem Schrank. Apps und iPad versprechen Hilfe beim Einpflegen. Weniger Aufwand durch scannen. Zeit für einen neuen Anlauf. Zeit die Tools zu testen.

milk_1Die App MILKCRATE bringt es bei Appcrawlr auf 4,3 von 5 Punkten. Was gut ist. Seit Januar 2015 steht Version 1.5.2 bereit. Die Kosten liegen bei überschaubaren 2,99 Euro. Optimiert für iPhone5, wird die Ansicht auf dem iPad schlicht vergrößert. Nachdem die App mit dem DISCOGS-Account abgeglichen wurde, kann man die persönliche Wantlist und die Collection pflegen. Dafür muss die App online sein. Coveransicht, Detailinfos, Youtubevideos, Marktpreise – alles da.  Letztere aber nur zu jedem Release, nicht als Gesamtsumme für die Collection. Natürlich gibt es eine Suchoption und den erwähnten Barcodescanner. Von zehn willkürlich ausgewählten Platten erkennt der drei Stück richtig. Mit Steel Pulse “Tribute To The Martyrs”, Art Of Noise “Paranoimia” und Quantics “Stampede” sind das eher ältere Scheiben. Bei zwei Platten (Chris Joss “Discotheque Dancing” und V.A. “Soulsugar Volume 3”) wird der Code gesannt, anschließend “no result” angezeigt. Beide Releases sind allerdings bei DISCOGS gelistet. Blöd. Bei den anderen fünf Versuchen tut sich gar nichts, ausser das meine Hand bei minutenlangen Scanversuchen verkrampft. Ein ernüchterndes Ergebnis.

discolletor_1Folgt DISCOLLECTOR. Preis 4,99 Euro. Ebenfalls fürs iPhone 5 optimiert. Seit Ende 2014 steht Version 3.1.0 für iOS7 aufwärts zur Verfügung. Nach dem Login hat man Zugriff auf das Dashboard von DISCOGS, welches man sich individuell einrichten kann. Natürlich in typischer “Zolloptik”. Die App ermöglicht es auch offline an der Datenbank zu werkeln, dafür sollte man einen Speicherort (Lokal oder Dropbox) angeben.  In der App können Ordner angelegt werden. Die Releases lassen sich diesen zuordnen.  Ebenso können Ratings und Conditions vergeben werden. Änderungen werden mit DISCOGS synchronisiert. Angezeigt werden Trackinfos und Cover (zumindest laut Info, bei mir werden nur graue Platzhalter dargestellt) sowie Durchschnittspreise (leider wieder nur direkt beim einzelnen Tonträger, nicht bei der Collection insgesamt). Der Scanner von DISCOLLECTOR arbeitet schneller, aber nicht besser. Erkannt werden vier Releases. Die drei, die auch MILKCRATE erkannt hat, plus eine weitere (S-Tone Inc. “Take 4”). Nun ja – ausbaufähig.

discollect_1Die dritte App spart sich das “or”, trägt den Namen DISCOLLECT und kostet 1,99 Euro. Version 1.0.3 datiert vom 20.01. – optimiert wurde für iPhone5/6 und iOS8. Der erste Eindruck ist positiv, etwas stylischer als die Mitbewerber. Coveransicht, Releaseinfos, Verkaufspreise – haves, wants, search, settings. Übersichtlich. Auch hier stellt sich ein Scanner dem Wettkampf. Ergebnis: 2 von 10. Erkannt werden Art Of Noise und Steel Pulse. Schade, denn optisch ist das mein Favorit.

Eine weitere, sogar kostenlose Alternative ist CRATE DIGGER. Jedoch ist die App derzeit im iTunes Store nicht verfügbar. Laut Aussage des Entwicklers hat er die App vorübergehend aus dem Verkehr gezogen, da DISCOGS einen, dafür wichtigen, Server blockiert.

Erwähnt sei noch DISCOGS SCAN, eine App für Android. In Umfang und Bedienung scheint die ähnlich den iOS-Apps, testen kann ich mangels passendem Smartphone leider nicht. Falls das jemand tun will, nur zu. Lasst mich wissen wie der Eindruck ist.

Barcodes

10 Barcodes für den Scanner

Fazit -> Die DISCOGS-eigene App fehlt! Wenn deren Design sich an der Webseite orientiert, wird es allerdings nichts für Ästheten. Vordergründig zählt aber der Praxisnutzen und der könnte mit dem Scanner stehen und fallen. Alle angetesteten Apps sind in diesem Punkt ausbaufähig. Überhaupt sind sie mehr oder minder gleich auf … ich behalte das Rennen im Auge.

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