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Traktor 2.8 – Ein Blick in die Zukunft

Nach der Ankündigung des Kontrol D2 und dem STEMS Format, gibt Native Instruments auch nun das erste Stückchen Software-Zukunft preis. Auf die Stems Integration müssen wir noch bis Traktor 2.9 im Sommer warten. Dafür ist die ehemalige 2.7.4 Beta nun in Form von Traktor 2.8 erschienen. Im folgenden erklären wir Dir die wichtigsten Neuerungen. Die offiziellen Releasenotes findest Du hier.

64bit Version

64bit klingt erst mal toll, geht aber auch mit ein wenig Mathematik einher. 32bit Anwendungen können maximal 2^32 bytes, also 4GB Arbeitsspeicher ansprechen. Mit einer 64bit Architektur wird diese Grenze auf 2^64 bytes angehoben. Da machen aber moderne CPUs nicht mehr mit und so liegt die momentane Grenze bei etwa 8 Terabyte. Aber welche Vorteile hast Du in der Praxis davon? Mehr Stabilität und Geschwindigkeit, vor allem bei großen Tracksammlungen vielen Remix-Deck Samples. Für das optimale Zusammenspiel müssen Prozessor, Betriebssystem, Anwendung und Audiotreiber 64bit unterstützen. Die für Dein System passende Version wird automatisch installiert.

Verbesserte Mehrkern Unterstützung

Seit Traktor 2.7 hatten einige Nutzer Probleme bei der Mehrkern-Unterstützung. Diese sollten jetzt behoben sein.

Automatischer Deckmoduswechsel

Mit der neuen Version erkennt ein Deck, welche Art von Track du lädst und passt sich automatisch an. Lädst Du beispielsweise ein Remix-Set in ein normales Track-Deck, wechselt das Deck beim Laden zur Remix-Deck Ansicht.

Mehrfache Trackanalyse

Lange überfällig und jetzt endlich da: die gleichzeitige Analyse mehrerer Tracks! Im Analyze-Dialog kannst Du nun die neue Funktion Parallel Processing aktivieren. Laut Native Instruments werden Tracks dann mit bis zu dreifacher Geschwindigkeit analysiert. Kurz angetestet können wir dieses Ergebnis bestätigen. Da die CPU-Belastung dabei deutlich höher ist, solltest Du das neue Feature nur zur Vorbereitung und keinesfalls Live verwenden.

Traktor 2.8 Parallel Processing

Traktor 2.8 Parallel Processing

Neue Hardware

Neben der Unterstützung des neuen Kontrol D2 und einigen neuen Funktionen des Kontrol S8, geht NI auch bei der Hardware wieder auf andere Hersteller zu. So werden jetzt der Pioneer CDJ-900NXS und XDJ-1000 komplett unterstützt, inklusive Touchscreen. Das Sahnehäubchen bildet aber die Traktor Scratch Zertifizierung des Rane MP2015. Mit dem Traktor Scratch Pro 2 Software & Timecode Kit kannst Du die interne Soundkarte des MP2015 zur Vinylsteuerung der Traktor Software verwenden. Das ist das erste Mal seit vier Jahren, dass NI wieder einem Mixer die Scratch-Zertifizierung ausstellt. Dazu kommt der Umstand, dass es sich dabei erstmals um einen Rane Mixer mit Interface handelt, der nicht von Serato unterstützt wird.

Wo gehobelt wird…

…fallen Späne. So wird OSX 10.8 ab sofort nicht mehr unterstützt. Es wird ausdrücklich OSX 10.9 oder höher zur Verwendung von Traktor 2.8 empfohlen. Ansonsten kann es zu Soundaussetzern beim Laden von Tracks kommen.

Fazit

Mit Traktor 2.8 legt Native Instruments den Grundstein für die eigene Zukunftsvision. Aber nicht nur Softwareseitig geht der Kurs nach vorne. Auch bei der Firmenpolitik scheint man gemerkt zu haben, dass die absolute Isolierung vom Markt keine Zukunft mehr hat. Wir leben in einer Welt, die von Flexibilität und Vernetztheit lebt. Im Idealfall kommen wir bald an den Punkt, an dem ich meine Hardware-Entscheidungen nicht mehr von der Software abhängig machen muss. Und bis dahin willkommen Traktor Pro 2.8! Schön, dass es Dich gibt!

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