Macklemore Downtown

Macklemore & Ryan Lewis “Downtown”

Der Verweis auf “Uptown Funk” steckt schon im Titel, das Video zitiert Movies wie “Beat Street” oder “Warriors” und musikalisch klingt auch einiges sehr bekannt. Ein Fall für die Quellenforschung.

Da ist Macklemore & Ryan Lewis wieder ein veritabler Move gelungen. Muss man anerkennen, allerfeinste Popmusik nach Formel, inklusive einer kleinen Prise “What The Fuck?”!. “Downtown” ist unterhaltsam und zwinkert funky mit beiden Augen.

Die Overtüre erinnert leicht an “I Will Survive“, es schält sich jedoch eine Melodie heraus, die jeder kennt, der die Achziger miterleben musste. Dachte ich erst an Freeez “I.O.U.”, kam mir dann der “Safty Dance” der Kanadier Men Without Hats in den Sinn. Hat aber auch Parallelen zur Percussion von “Rapper`s Delight”. Laut Quellen handelt es sich explizit nicht um ein Sample, sagen wir also diesmal geht es um “erinnert an …“.

Überhaupt hat der Track schwer Kurs Richtung Oldschool Hip Hop – old im Sinne von ganz alt. Für manchen Jungspund ist ja Blumentopf Oldschool. :D. Als Feature Artist tauchen Melle Mel, Kool Moe Dee und Grandmaster Caz auf.  Trotz eines Plattencovers, welches auf den schnellen Blick als Indiana Jones Plakat durchgeht, darf man von gewissen Reminiszenzen an “Beat Street” oder den Electro Hip Hop der achziger Jahre ausgehen. Der Bass könnte von Newcleus stammen oder von “The Message” – umgestrickt. Aber irgendwie kommt mir zudem Karat “Der Blaue Planet” ins Ohr. Etwa die gleiche Zeit wie Beat Street, ganz andere Baustelle. Und 1999 schon mal von Blackalicious verwertet.

Zum Refrain rollt Eric Nally ein. “Die Bitch” (für die ihn manche halten) gehört also in die Genderschublade mit Aufschrift Mann. Der Foxy Shazam Sänger gibt den herabgestiegenen Michael Freddie Mercury Jackson und fällt nachher wie der mittelalte James Brown auf die Knie. Er führt im, mit vier Harleys bespannten, Adlerstreitwagen die Mopedbande an. Textthema: Mopeds! Optisch bissl wie in 300 , doch bonbonfarben und auf den Straßen von Spokane. Es wird episch. Der Chor setzt ein. Eine Steigerung, die es auch bei Petula Clark”s “Downtown” gibt. Hört hier jemand mehr Gemeinsamkeiten als das titelgebende Wort?

Gegen Ende wird es dann irgendwie Stadionrock. Im Geiste höre ich 25000 Fußballfans von “Seven Nation Army” auf das “OhHoHo” vom Schlußpart in “Downtown” umschwenken. Wird nicht soweit kommen, zu kompliziert. Aber schön, dass der Funk zurück ist. Uptown, Downtown, King Kunta. Zum Schluß eine passende Kombi mit zwei angesprochenen Tracks: “Seven Nation Funk”.  Der Kreis ist mal wieder geschlossen.

 

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