Toraiz SP-16

Hardware Sampler von PIONEER – TORAIZ SP-16

Kurz vor der Musikmesse gibt es doch noch einen Paukenschlag. PIONEER präsentiert einen Stand-Alone Sampler, der auch vernetzt werden kann. TORAIZ SP-16 nennt sich das Teil.
Schon vor einigen Wochen wurde eine Kooperation zwischen PIONEER DJ und Dave Smith angekündigt. Letzterer wird gern mal “Vater von MIDI” genannt, “Vater vieler Synthesizer” wäre allerdings auch zutreffend. Smith hat die letzten vierzig Jahre maßgeblich die Entwicklungen auf diesem Gebiet mitbestimmt. Sowohl Hardware, wie der Prophet-5 und die Korg Wavestation als auch der erste, auf einem PC laufende Software-Synthesizer sind mit seinem Namen verbunden.  Nun prangt dieser auf einem Produkt aus dem Hause PIONEER DJ.

Pioneer Sampler und Sequenzer – TORAIZ SP-16

Die Bezeichnung ist sperrig: TORAIZ. Das geht schwer über die Lippen und die Bedeutung erschließt sich auch nicht unmittelbar. Anders das Konzept. PIONEER goes Hardware. PIONEER geht dort hin, wo ROLAND mit der AIRA-Serie seit einigen Jahren erfolgreich das Feld bestellt. Man könnte auch KORGs Electribe als Referenz nehmen oder AKAI mit den MPCs – irgendwie. Kurz gesagt geht es ums Musikmachen ohne Rechner, dafür mit Samples und mit einem Sequenzer.

Die Features

Sampler von Pioneer

  • 16 Step-Sequenzer mit bis zu 256 Patterns
  • 16 anschlagdynamische Performance-Pads
  • 7″ Farb-Touchscreen und darauf bezogene Dial-Regler
  • Touchstripe mit Pitch Bend
  • 2 Eingänge / 8 zuweisbare Ausgänge
  • Pro DJ-Link und MIDI Clock
  • Samplezuspielung via USB-Stick
  • 8 GB interner Flash-Speicher
  • High-Pass und Low-Pass Filter von Dave Smith
  • 2GB Loops und Samples inklusive

Dave Smiths Beitrag

Toraiz SP-16

Beim TORAIZ SP-16 wurden analoge Filter des Prophet-6 übernommen.  Die Sektion verfügt über vier Regler, neben High- und Low-Cutoff läßt sich das Klangbild durch einen Overdrive und einen Resonanzregler beeinflussen.

Wo will PIONEER hin?

Das Display

Ich würde sagen in den Spagat. Und der könnte gelingen. Einerseits erschließt sich PIONEER DJ ein neues Klientel oder seiner Klientel einen neuen Spielplatz. Producing und Liveremixing werden mehr und mehr zu Gefilden, die auch von DJs frequentiert werden. Der TORAIZ SP-16 läßt sich auch mit einem (PIONEER CDJ / XDJ) DJ-Setup verbinden. Darüber eingespielte Samples, Loops oder Patterns werden über das von PIONEER-eigene Pro-DJ-Link Netzwerk synchronisiert. Bleibt festzustellen: Nachdem die letzten Jahre alles an Hardware in Softwareform gegossen wurde, wird nun wieder vom Rechner in “echte Geräte” ausgelagert.

Neben der Anwendung im DJ-Setup droppt obiges Video zur Ankündigung des SP-16 explizit die Studionutzung. PIONEER geht damit einen ähnlichen Weg wie ROLAND mit der AIRA Serie. Denkbar, dass wie dort weitere Parts einer “TORAIZ-Serie” folgen werden. Zudem wurde bereits verkündet, dass in Zukunft auch eine Einbindung in DAWs möglich sein wird. Damit nähert sich PIONEER dem Hoheitsgebiet einer NI Maschine oder von ABLETONs Push an. Und beim Blick auf das 7″ Display des neuen Samplers habe ich Assoziationen mit einem Traktors Remix-Deck. Von da ist es nicht weit zum (noch immer unterschätzten) Stems-Dateiformat. Ich glaube PIONEER hat hier eine Tür geöffnet und es verspricht spannend zu werden.

Preis ca. 1500 Euro

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