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Musikmesse 2016: Patchblocks – Programmierbare Synth-Module

Auch wenn die kleinen Steckmodule in erster Linie weniger mit DJing zu tun haben, so haben die Patchblocks auf der Musikmesse 2016 aus irgend einem Grund meine Aufmerksamkeit an sich gerissen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es die Leidenschaft war, etwas zusammensetzen zu können, wie bei Lego oder es doch die bunten Farben waren, die wie Smarties ein temporäres Glücksgefühl versprachen.

Patchblocks sind kleine eigenständige Module denen man mit einer Software etwas aufspielen kann, um sie in Synthesizer, Effektgeräte oder reine MIDI-Controller zu verwandeln. Und wie der Name schon sagt, lassen sich diese Module zusammenstecken und mit einander kombinieren. Das nachstehende Video zeigt ganz gut, was man damit anstellen kann.

 

Was früher mal als Uni-Projekt gestartet wurde, ist vor kurzem als erfolgreiches Kickstarter Projekt abgeschlossen worden und wird demnächst in den Läden stehen. Das Prinzip der Patchblocks ähnelt ein wenig dem von Abletons Max for Live. Über eine Software setzt man sich eigene Instrumente und Effekte zusammen. Man muss dazu kein Programmierer sein, denn die Software bietet inklusive des User generierten Contents eine Menge Auswahl an Kombinationsmöglichkeiten, so dass einem auf der Entdeckungsreise nicht langweilig wird.

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Wenn man sich seine Bausteine in der Software zusammengestellt und die Verbindungen in der Software (Patches) gelegt hat, spielt man das ganze per Kabel einfach auf ein Modul und kann auf diesem dann sofort los spielen. Pro Modul gibt es in der Basisausstattung zwei Drehreglern und zwei Tasten um Parameter zu steuern. Weiterhin ist ein Audio-Interface mit einem Stereo Aus- und Eingang verbaut. Und damit man die Teile auch standalone verwenden kann, ist ein Akku verbaut, welcher per USB geladen werden kann. Für die Einbindung weiterer Geräte gibt es auch einen MIDI-Block (siehe Bild oben in grün), um z.B. ein MIDI-Keyboard anzuschließen.

 

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Features

 

  • 2 frei programmierbare Potentiometer
  • 2 frei programmierbare LED-Druckknöpfe
  • 3,5 mm Stereo-Ein- und Ausgang
  • digitale Ein- und Ausgangsschnittstelle
  • Auflösung und Samplerate: 10bit / 20 kHz
  • Gratis-Software für Mac und PC via patchblocks.com
  • integrierter Lithium-Polymer Akku (>7 h Laufzeit) via Mini USB aufladbar
  • Gehäuse aus robusten 5 mm Acrylplatten und Alu Abstandshaltern
  • Abmessungen: 65 x 50 x 45 mm
  • Gewicht: 80 g
  • Lieferumfang: 1x PB, 1x Mini USB Kabel und 1x 3,5 mm Audio Kabel

 

Fazit

Patchblocks sind nicht gerade ein Werkzeug, dass man sich in einem DJ Setup vorstellt. Sie sind eher etwas für experimentierfreudige Leute, die es lieben auf spielende Weise Klänge zu erzeugen und daraus vielleicht sogar ganze Tracks bauen. Sie sind Gadgets, die ich mir gut in einem Live Set oder im Studio vorstellen kann, denn der Sound, der aus einem so kleinen Modul kommt ist nicht zu unterschätzen. Da ich schon Leute gesehen habe, die einen ganzen Abend einen Live Act mit einem Nintendo DS gespielt haben, sehe ich für die Patchblocks definitiv eine Existenzberechtigung, weil sie durch ihre Kombinierbarkeit eine Menge Spielraum bieten und leicht zu bedienen sind.

Preis/Block: 59.- Euro

Lieferzeit: sofort

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