Technics 1200 Mod

Plattenspieler spielt von SD-Card

Ein normaler Technics 1200 Plattenspieler spielt neben Vinyl auch Musik von einer integrierten SD-Card. Ohne DVS, ohne zusätzlichen Computer. Ein Video zeigt wie das gehen soll.

 

Derzeit kursiert auf den einschlägigen Kanälen ein Video, welches einen modifizierten Technics 1200 vorstellt. Über diesen wird erst ganz regulär Vinyl abgespielt. Anschließend schaltet der Tüfftler im Video in einen “DVS-Mode” und steuert mit einer Serato-Vinyl Musik von einer SD-Card. Die ist zusammen mit einem Microcontroller im Gehäuse verbaut. Um noch einen drauf zu setzen, lassen sich mit den wenigen Buttons des Technics noch Loops oder Cue-Punkte setzen oder Tracks und Ordner anwählen.

DVS ohne DVS?


Zwar ist ein Serato-Vinyl im Einsatz, ein DVS im eigentlichen Sinne scheint es aber nicht zu geben. Während die einen einen Fake vermuten, machen sich andere über die Funktionsweise (Schmitt-Trigger) Gedanken. Die Idee einen Plattenspieler so zu modifizieren, dass er – wie ein CDJ – von USB-Stick oder SD-Karte spielen kann ist so naheliegend wie clever. Und im Zeitalter des Raspberry Pis technisch auch nicht unmöglich. In der Praxis gibt es meines Wissens bis heute allerdings nicht mal einen Plattenspieler, der – so wie einige Denon CD-Player – einen Timecode über DSP ausspielt.

Es muss ein TECHNICS sein!

Technics DVS inklusive

Sieht man die Resonanz auf das Video und die Diskussionen in den Netzwerken, sollte der Entwickler aus dem Video über Crowfounding nachdenken. Eine unkomplizierte Modifikation des Technics, um auch digitale Files zu spielen, findet sicher viele Interessenten. Eigentlich erstaunlich, können doch Mediaplayer genau sowas – schon immer und preiswerter.  Aber ein Mediaplayer ist kein mythenumrankter Plattenspieler.

In der Euphorie sollte man zudem nicht vergessen, dass zwar kein externer Rechner nötig ist, dafür aber im Technics zusätzliche Elektronik verbaut wird. Und während DVS inzwischen ausgereift und komfortabel zu bedienen sind, geht es hier zurück zu elementaren Features. Trotzdem Respekt für jeden Entwurf, der gewohnte Gleise verläßt. Selbst aus einem verspäteten Aprilscherz könnte was Großes werden.

Bei der Gelegenheit ein Blick zurück ins Jahr 1995: Whirlwind Replicator, the first digitalvinyl ever!

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