G-Smooth, Redbull Thre3style

Fake: G-Smooths Red Bull Thre3style Titel aberkannt

Vor kurzem hatte DJ G-Smooth in Melbourne, Australien das Red Bull Thre3style Battle gewonnen und konnte sich somit den Zutritt zu den World Finals in Chile sichern. Doch nachdem das Video seiner Performance von zahlreichen DJs im Netz begutachtet wurde, kamen aus allen Ecken Zweifel auf, ob die Performance wirklich live gespielt wurde. Allen voran kam Kritik von DJ Vekked (DMC Worldchampion), der auf seiner Facebook Seite seine Zweifel äußerte. DJ G-Smooth wird vorgeworfen, dass er für seine Performance ein Prerecording genutzt haben soll, da während seiner Performance die Gain-Regler runtergedreht waren und somit auch kein Ausschlag auf den VU-Metern seines Pioneer DJM-S9 zu sehen war. An anderer Stelle sollen Fingerdrummings und Faderbewegungen nicht tight gesessen haben. Nachdem sich im Netz ein Shitstorm breit machte, entzog die Jury des Red Bull Thre3style Battle G-Smooth den Titel wieder und gab in an Beast Mode.

DJ G-Smooth beim Redbull Thre3style Battle in Melbourne, Australien

Noch bevor DJ G-Smooth den Titel wieder abgeben musste, hatte DJ Techtools einen Artikel veröffentlicht, der sich weniger mit der Tragödie des Protagonisten befasste, sondern darauf hinwies, wie man durch zwei simple Sachen “Fakes” unterbinden könnte:

  1. Man hätte ein Screencapture vom Laptop auf die Rückwand projizieren sollen, um zu sehen, was wirklich in der Software läuft.
  2. Man hätte einen Schiedsrichter (ein Jurymitglied) in der DJ-Kanzel platzieren können, der Ungereimtheiten aufdeckt.

Quelle: DJ-Techtools

DJ G-Smooth behauptet nach wie vor, dass die Anschuldigungen gegen ihn nicht gerechtfertigt sind und versucht auf seiner Facebookseite durch Erklärvideos die umstrittenen Punkte in seinem Set aufzuklären.

Als Antwort auf diese Versuche gibt Skratch Bastid nachstehend eine Statement auf DJCity ab.

 

Fazit

Im Grunde hört sich das ganze an wie eine riesen DJ-Klatsch Geschichte bei der vor allem ein paar Sachen deutlich werden:

  1. Der Einzug der Digitaltechnik bei DJ-Contests birgt durch die vielen Möglichkeiten auch die Gefahr, dass das Schummeln leichter wird (Und dieses mal betrifft es nicht die Sync-Button Diskussion).
  2. Für Contest-Veranstalter kann es ziemlich detailreich werden, um die Grenzen zwischen Schummeln und Erlaubten zu ziehen, denn Software Features können weiter wachsen und damit auch Arbeitsschritte abnehmen (siehe Serato Flip).
  3. Für den Konsumenten ist es eh kaum auseinander zu halten, wo ein Edit aufhört und ein Prerecordings anfängt. Solange hier der Entertainmentfaktor stimmt ist wahrscheinlich alles OK.
  4. Selbst als etablierter DJ, der seine Skills schon unter beweis gestellt hat, ist man vor einem solchen Shitstorm nicht geschützt. Man braucht ein Dickes Fell, um mit diesem Druck fertig zu werden.

Realness hin oder her, wenn man mal die Fairness gegenüber anderen DJs ausklammert, bedarf es sogar Skills um zu Schummeln, denn auch ein Playback mit Synchronen Moves zu spielen ist mit Sicherheit bei diesen Variationen kein Kinderspiel. Was auch immer die Wahrheit hinter G-Smooths Set ist, die Macher der verschiedenen DJ-Contests werden ebenfalls ihre Schlüsse aus diesem Ereignis ziehen, Regelwerke aktualisieren, damit erst gar keine Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Routines entsteht.

Was denkst Du über den Entzug des Titels und dem darauf folgendem Verhalten von G-Smooth? 

Und nutzt Du Prerecordings für deine Sets?

Links:

DJ-Techtools über Fake-DJ-Routines

DJ G-Smooths Facebook Timeline


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