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inMusic kauft Rane

Diese News ist nicht ganz ohne. RANE wechselt den Besitzer. Das dürfte Folgen habe. Nur welche? Einige Gedanken dazu.


Die Geschichte
 von Rane reicht zurück bis ins Jahr 1981. Unter DJs steht die Marke für qualitativ hochwertige (Battle)mixer. Und natürlich für die Kooperation mit Serato. Rane Soundkarten waren lange Zeit das Dongle für das digitale Vinylsystem aus Neuseeland. Anders als bei Native Instruments, setzte man bei Serato nicht auf eigene Hardware. Das änderte sich auch nicht, als Controller begannen das DVS abzulösen. Nur, dass hier die Hardwarepartner andere waren und dazu noch viele. Unter anderem Pioneer und Numark.

InMusic? Wer ist das?

InMusic

InMusic ist eine amerikanische Dachfirma, welche unter anderem Marken wie Numark, Alesis, Akai, M-Audio oder Denon vereint. In den letzten Jahren wurde ordentlich zugekauft, InMusic expandiert.

Aus unserer europäischen Sicht wird Numark (was ich mal stellvertretend als DJ-Hauptmarke sehe) immer als ein zweites Reloop wahrgenommen. Kopieren alles, sind billig und qualitativ so “na ja”. Persönlich finde ich, dass Numark eine Firma ist, die sich traut(e) auch mal innovative Produkte auf den Markt zu bringen. Das Durchhaltevermögen war aber nie besonders hoch und es fehlte Kontinuität. Die Qualität war und ist im Gegensatz zum Ruf  – besonders im Verhältnis zum Preis – aber ganz ordentlich. Der NS7 war ein Panzer und so ein Mixtrack sah billig aus, ging aber selten kaputt. Mit dem Kauf von Denon stand die Vermutung im Raum, dass höherwertige Produkte unter dieser Flagge laufen, der preiswerte Bereich unter Numark. Ganz so scheint es nicht zu sein. Was wollen die also nun mit Rane?

Wetten auf die Zukunft

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Zuerstmal kauft hier eine US-Firma eine US-Firma. Der Stellenwert von Numark und Co ist in den Staaten ein anderer, besserer, als hierzulande. Rane steht international für hochwertige Audio-Komponenten. Besonders für DJ-Mixer und DVS-Soundkarten. Vor zehn Jahren gab es bei Numark (InMusic) eine DJ-Software namens Cue. Ich meine mich zu erinnern, dass die mit Virtual DJ zusammenhing. Die wurde aber nicht weiterentwickelt. Stattdessen kooperierte man mal mit Traktor oder VDJ, später mit Serato. Die konnten das wiederum, weil (gerüchteweise) eine exklusive Bindung an Rane ausgelaufen war.

Ich würde – um es kurz zu halten – vermuten, dass InMusic auch noch Serato DJ kauft. Damit ist alles wie früher, mal davon abgesehen, dass die Neuseeländer sich auf ihre Pyro-App fokussieren. InMusic kann mit einer starken DJ-Software im Rücken neue Hardware unter verschiedenen Labels auf den Markt bringen. Zugleich sind Mitbewerber wie Reloop von der Software abhängig. Native und Traktor scheinen sich aktuell immer mehr aus dem Game zu verabschieden. Und dann ist da noch der Endgegner Pioneer. Der gerade die eigene Software Rekordbox forciert, was wiederum Serato unter Zugzwang setzt.

Was hält man nun davon?

Bei Facebook kann man neuerdings seine Meinung klassifizieren. In dem Fall ist die dreigeteilt: Trauer, Wut und Gefällt mir. Ich bin da ganz entspannt. SL3 und Serato DJ leisten mir gute Dienste. Auf den einstigen Schwur, dass “Serato lebenslang kostenlos” bleibt, würde ich nicht setzen. Eher auf Rekordbox. Pioneer wird in Zukunft die Akzente setzen – was übrigens völlig gegenteilig zu meiner letzten Zukunftsprognose ist. Daher: abwarten, Tee trinken und immer mal bei Rekordbox nach neuen Features sowie bei Pioneer nach dem ausstehenden “SL3-Clone” schauen.

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