Sound Switch

SOUND SWITCH – Und es werde Licht!

Manchmal gehen Entwicklungen überraschende Wege. So zum Beispiel bei SERATO, wo das Licht in den Vordergrund rückt. SOUND SWITCH nennt sich das Projekt.

DJ kommt bekanntlich von DiscJockey. Heute reitet nur noch eine Minderheit Platten, die Bezeichnung DJ steht aber weiterhin für den “Abspieler von Musik”. Ein LJ ist hingegen der LightJockey, also der Mann (oder die Frau) am Lichtpult. Mehr oder weniger aufwendig wird ein DJ Set mit Scheinwerfern, Scannern oder sonstigen Illuminationen begleitet. SERATO schickt sich nun an beide Welten zu verknüpfen. Das ist erstmal gut, wirft aber Fragen auf.

Was ist SOUND SWITCH?

In Kooperation mit der ebenfalls aus Neuseeland stammenden Firma ONESIXONE bringt SERATO ein Interface auf den Markt, über welches DMX-Signale zur Steuerung von Lichtequipment ausgegeben werden. Zu der kleinen Box, die über USB mit dem Rechner verbunden wird, gehört eine Software, in der sich für jeden Track punktgenau Automationen für eine Lichtshow programmieren lassen. Grundlage sind in SERATO DJ analysierte Tracks.  Über Orientierung an den Beatgrids läuft das (programmierte) Licht bei der Wiedergabe des Tracks synchron zum Audiosignal. Den konkreten Ablauf zeigt obiges Video. Das SOUND SWITCH Bundle aus Hard- und Software kostet 499 Dollar.

Fragen?

Audio und Licht aus einer Hand synchronisiert? Ein interessantes Konzept. Ich bin jedoch Oldschool. Das schlägt sich in meiner Meinung nieder, dass ein DJ sich in erster Linie um gute Musik kümmern möge. Technische Feinheiten steigern das Gesamterlebnis, folgen aber auf den Plätzen. Lichtspiele kommen irgendwo weiter hinten. Da habe ich scheinbar zuviel Zeit auf guten Parties verbracht, auf denen dezent puffigrotes Standlicht dominierte. Klar, wenn es ordentlich blinkert kann das auch passen, irgendwie geht mir aber der Trend zu sehr in Richtung (vorbereitete) Show. Die ganzen Hobby-Steve-Aokis dürften aber einige Probleme haben: 1) die finanzielle Investition 2) die elende Fleißarbeit eine Lichtshow zu programmieren und 3) die Möglichkeit, sich in das DMX-Netz der Location einzuklinken, über das meist der zu verdrängende LJ herrscht.

Bleiben als Zielgruppe ambitionierte Mobil DJs, welche ihr Set entsprechend mit Lichteffekten aufpimpen wollen oder Leute, die z.B. Theatermusik kreieren. Da könnte eine solche – beatgenaue – Automation eine große Hilfe sein. Wie ein zweites Video zeigt, lassen sich – für schnelle Erfolge oder zum “Backup” – auch kurze Loops mit DMX-Anweisungen programmieren und verwenden. Ich könnte vorstellen, dass demnächst Kauftracks mit dem Bonusfeature “Sound Switch ready” angeboten werden. Zumindest würde ich an der Stelle von SERATO sowas forcieren.

Mehr Informationen zu SOUND SWITCH

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