Proel LT812A

Test: Proel LT812A – kompakte PA mit gutem Sound?

Mobile PAs werden oft auf privaten Veranstaltungen oder bei Partys in so genannten One-off-Locations eingesetzt. Der aus Italien stammende Hersteller Proel bietet seit 25 Jahren Produkte in diesem Bereich an und stellt jetzt das aktive System LT812A vor, das ich mir einmal näher angeschaut habe.

 

Proel LT812A

Proel LT812A

 

System

Die Proel LT812A PA besteht, wie die meisten angebotenen Systeme in diesem Bereich, aus drei Komponenten. Als Basis dient der Subwoofer LT812SUB, der von zwei LT812SAT Satelliten ergänzt wird. Das Gehäuse des Subwoofers ist aus stabilem Sperrholz gefertigt, wiegt 34 Kilogramm und misst 475 x 462 x 610 Millimeter. Zum Schutz vor Beschädigungen ist auf der Vorderseite des Subwoofers ein Lochgitter angebracht und eine dreifach unterteilte Bassreflex-Öffnung sorgt für mehr Druck.

LT812SUB

LT812SUB

Auf der Rückseite sind vier Rollen montiert, die den Transport erleichtern sollen und ihr findet hier die Anschlüsse für die Spannungsversorgung sowie die Speakon-Buchsen für die Satelliten.

LT812SUB - Speakonanschlüsse

LT812SUB – Speakon-Anschlüsse

Das Gehäuse des Subwoofers ist auf der Oberseite mit einem Flansch versehen, der zur Positionierung eines Topteils genutzt werden kann. Darüber hinaus befinden sich hier die Eingänge, die als XLR-Klinkenkombi ausgeführt sind und XLR-Ausgänge zur Erweiterung der PA. Eine LED signalisiert die eingehenden Signale und zeigt Übersteuerungen an. Mit einem Schalter lassen sich eventuell auftretende Brummschleifen eliminieren.

Ein- und Ausgänge

Ein- und Ausgänge

Ein Level-Drehregler erlaubt euch die Regulierung des Bassdrucks für das Gesamtsystem. Der LT812SUB ist mit einem 12-Zoll-Tieftöner ausgestattet, der von einem 400 Watt Klasse-AB-Verstärker angetrieben wird. Für die passiven Topteile gibt es zwei zusätzliche 200 Watt Klasse-D-Verstärker. Die Gehäuse der Satelliten sind 442 x 220 x 260 Millimeter groß und bringen je 7,5 Kilo auf die Waage.

LT812SAT

LT812SAT

Sie sind trapezförmig und wie der Subwoofer, aus Sperrholz gefertigt. Zum leichten Transport gibt es auf der Rückseite eine Griffvertiefung und auf der Unterseite findet ihr zwei Flansche, um die Boxen auf verschiedene Weise aufstellen zu können. Die Satelliten sind mit 8 Zoll großen Mitteltönern und 1 Zoll großen Hochtönern ausgestattet.

 

Testlauf

Um das System komplett bewerten zu können, habe ich zunächst versucht es in mein Auto einzuladen. Der Platzbedarf ist erfreulich gering und ein Kofferraum ab der Fahrzeuggröße eines VW Golf ist absolut ausreichend. Das mit Abstand schwerste Teil der PA ist der Subwoofer, aber auch diesen konnte ich ohne Hilfestellung trotz seiner 34 Kilogramm verladen. Wenn ihr die PA zu eurem Auftrittsort gefahren habt, könnt ihr die Topteile auf dem Subwoofer ablegen und die komplette Anlage direkt zur Aufbauposition rollen.

Stapelfunktion

Stapelfunktion

Die Satelliten lassen sich auf Stative stellen, die allerdings nicht zum Lieferumfang gehören. Dank der zwei unterschiedlich ausgeführten Flansche könnt ihr hier zwischen einer geraden oder nach unten geneigten Positionierung wählen.

Zwei Flansche für unterschiedliche Positionierungen

Zwei Flansche für unterschiedliche Positionierungen

Nach dem erfolgten Aufbau, könnt ihr mit der Verkabelung der PA beginnen. Da der Hersteller bei diesem System auf einen Eingangspegelregler verzichtet hat, ist es in jedem Fall ratsam ein Mischpult zwischenzuschalten oder einen Controller zu verwenden, der einen regelbaren Masterausgang besitzt. Zum Abschluß der Installation könnt ihr noch das Lautstärkeverhältnis des Subwoofers und der Satelliten mit dem Sub-Level-Regler abstimmen. Der Hersteller gibt den Frequenzgang der PA mit 45 Hz bis 20 kHz an. Die Gesamtleistung liegt bei 800 Watt und der Schalldruck beträgt 124 dB wodurch sich eine Einsatzempfehlung für kleinere Veranstaltungen ergibt. Für meinen Klangtest habe ich Tief in meinem Musikarchiv gewühlt, um einen möglichst „objektiven“ Eindruck der Anlage zu erlangen. Ich habe neben einer Vielzahl an elektronischen Musiktiteln auch zahlreiche andere Genres durch die PA geschickt und wurde vom Klang eigentlich nie enttäuscht. Bei basslastigen Tracks überzeugt das System mit ordentlichem Druck, der sich mit dem Drehregler dosieren lässt. Vocals sind sehr gut verständlich und auch bei hohen Pegeln zerrt nichts.

 

Fazit

Das Boxensystem Proel LT812A hinterlässt eine ordentlichen Eindruck, da es kompakt gehalten ist und sich gut transportieren lässt. Klanglich konnte es mich ebenfalls überzeugen und auch die Materialwahl spricht für das System. Den Einsatzbereich der PA sehe ich bei kleineren In- und Outdoor-Festivitäten und vor allem im mobilen Betrieb. Beachten solltet ihr allerdings, dass das System ohne Stative geliefert wird, die ihr zum Einsatz auf jeden Fall noch dazukaufen müsst.

 

 

Hersteller: Proel

Preis: 953 Euro

 

Proel LT812A

953
Proel LT812A
9.1666666666667

Verarbeitung

10/10

    Technik

    9/10

      PREIS/LEISTUNG

      10/10

        Pro

        • solide Verarbeitung
        • gut zu transportieren
        • druckvoller Sound
        • fairer Preis

        Contra

        • keine Eingangspegelsteuerung

        Alternativen

        RCF Evox 5

        854 Euro

         

        HK Audio Lukas Nano 600

        1089 Euro

         

         

         

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