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Ableton Live Synch Link

LINK macht ABLETON SYNC

Mit LINK führt ABLETON offiziell die Möglichkeit ein LIVE mit anderen Instanzen oder Apps zu vernetzen. Weiterlesen

Ableton Push 2

Test: Ableton Push 2 – Update des Live Controllers

Controller für DJ-Programme oder Sequencer sorgen meist für eine bequeme Softwaresteuerung und ersetzen eine unmusikalische Maus-Schubserei. Ob das auch für den neuen Ableton Controller Push 2 gilt, erfahrt ihr in diesem Test.

Ableton Push 2

Ableton Push 2

Ableton Live ist als Sequencer-Programm bei Produzenten elektronischer Tanzmusik sehr beliebt, da es eine patternbasierte Arbeitsweise erlaubt. Da die Bedienung einer Musiksoftware mit einer Computermaus aber alles andere als sexy ist, gibt es für das Berliner Recordingprogramm einen speziellen Controller, dessen zweite Auflage jetzt erschienen ist.

 

Push die 2te

Der neue Push-2-Controller ist circa 38 x 30 x 4 Zentimeter groß und wiegt etwas weniger als 3 Kilogramm. Ableton hat die zweite Version dieser Fernsteuerung in Eigenregie entworfen und viele Verbesserungsvorschläge seiner User bei der Neugestaltung berücksichtig. 64 gummierte und farbig beleuchtete Pads mit Anschlagsdynamik dienen zum Einspielen oder Programmieren von Pattern und zur Anzeigen von Statusmeldungen.

Ableton Push 2 - Pads

Ableton Push 2 – Pads

Seitlich angeordnet, findet ihr zahlreiche gummierte Tasten, deren Funktionsbelegungen über elegant leuchtende Beschriftungen kenntlich werden. Ein 17 Zentimeter langer Touch-Strip-Sensor erlaubt das Ausführen von Pitch-Bends und das Scrollen.

Ableton Push 2 - Touchstrip

Ableton Push 2 – Touchstrip

Mit 10 berührungsempfindlichen Endlosdrehreglern lassen sich Parameterwerte modifizieren sowie das Tempo und das Metronom konfigurieren. Ein weiterer, etwas nach rechts abgesetzter Encoder übernimmt die Steuerung des Masterausgangspegels. Zur visuellen Überwachung von Parametern, Ladevorgängen und zur Samplebearbeitung, gibt es ein circa 23 x 4 Zentimeter großes Farbdisplay. Die rückseitig verbauten Anschlüsse setzen sich aus einer USB-Buchse, einem Netzteilanschluss und zwei Fußtastereingängen zusammen.

Ableton Push 2 - Display

Ableton Push 2 – Display

Grundsätzlich könnt ihr den Push 2 auch ausschließlich via USB mit Strom versorgen, allerdings werden in diesem Betriebsmodus das Display und die Tastenbeleuchtung sehr deutlich abgedunkelt.

Ableton Push 2 - USB powered

Ableton Push 2 – USB powered

Push it real good?

Der Push-2-Controller arbeitet mit Ableton Live ab der Version 9.5 zusammen und wird in drei unterschiedlichen Bundles angeboten. Das günstigste Paket beinhaltet den Controller und Live 9 Intro. Das mittlere enthält Live 9 Standard und das größte die Ableton Live Suite. Einen detaillierten Vergleich der drei Softwareeditionen könnt ihr euch auf dieser Webseite anschauen. Die mir zum Testen zur Verfügung gestellte Intro-Version deckt alle Grundfunktionen ab, so dass ein guter Einstieg möglich ist.

Ableton 9.5 Intro

Ableton Live 9.5 Intro

Die Installation geht mit wenigen Handgriffen und sehr einfach über die Bühne, da der Controller von der Software erkannt wird und sofort einsatzbereit ist. Mit der Browser-Funktion könnt ihr Drumkits, Instrumente und Sounds in die Spuren laden und diese dabei auch vorhören. Perkussive und instrumentale Pattern lassen sich per Lauflichtprogrammierung generieren oder frei einspielen. Bei Bedarf können Notenpositionen der bei der Aufnahme oder nachträglich quantisiert werden. Durch das Drücken der Taste Layout könnt ihr zwischen einem Pattern- oder Klaviaturmodus für die Pads umschalten. Speziell für das Einspielen von Instrumenten gibt es eine Skalenauswahl, die die Notenauswahl reduziert. Durch die Anschlagsdynamik der Pads und die Aufzeichnungsmöglichkeit für Automationsdaten lassen sich abwechslungsreiche Pattern generieren. Was mir wirklich gut gefällt ist die Interaktion zwischen dem Controller und der Software, da auf dem Display stets die wichtigsten Informationen eingeblendet werden und so ein gezieltes Arbeiten auch ohne zwingenden Blick auf den Computermonitor möglich ist. Die Modifikation und Darstellung der Parameter mit dem Controller funktionierte in meinem Test mit den virtuellen Devices, die Ableton zur Verfügung stellt und teilweise auch mit VST-Plugins von Drittherstellern. Da letzteres aber nicht immer gegeben ist, müsst ihr hier handanlegen und die zu steuernden Parameter in der Software konfigurieren. Die fertige Belegung lässt sich in Live als Standardkonfiguration sichern, so dass dieser Vorgang nur einmal erfolgen muss.

Plug-ins von Drittherstellern müssen konfiguriert werden

Plug-ins von Drittherstellern müssen konfiguriert werden

Der Controller begünstigt zudem ein schnelles Arbeiten, da sich Pattern per Tastendruck kopieren lassen und ihr so mehrere Varianten eines Grundgerüsts ausarbeiten könnt.

 

Sampling

Da das Arbeiten mit Samples zum Handwerkszeug elektronischer Musikproduktion gehört, haben sich die Berliner Entwickler auch diesem Thema explizit gewidmet. Mit dem Simpler lassen sich Loop-Samples per Slice-Funktion in Teile zerschneiden. Der Push-2-Controller unterstützt diesen Vorgang optisch, in dem er die Wellenform des Samples in seinem Display anzeigt.

Push 2 - Wellenformdarstellung

Push 2 – Wellenformdarstellung

Ihr könnt das Sample mit Markern versehen und durch einen Tastendruck in ein Drumrack überführen. Die Slices liegen dann spielbereit auf einzelnen Pads. Befindet sich ein Sample in einer Audiospur so lässt sich dieses ebenfalls durch einen Tastendruck in einen Simpler laden und dort bearbeiten.

 

Mixing

Wenn ihr eure Pattern inhaltlich zusammengestellt habt, könnt ihr durch das Drücken der Mix-Taste die Lautstärken der einzelnen Spuren anpassen. Auch dieser Vorgang wird optisch unterstützt und die Pegel aller Spuren erscheinen im Display des Controllers. Neben den Lautstärken lassen sich hier zusätzlich die Anordnungen im Panorama vornehmen und der Effektanteil regeln.

 

Feinabstimmung

Push 2 ist mit einem Setup-Menü ausgestattet, in dem ihr die Pad-Eigenschaften Sensitivity, Gain und Dynamics sowie die Helligkeit der Pads und des Displays regeln könnt.

Ableton Push 2 - Controller Konfiguration

Ableton Push 2 – Controller-Konfiguration

Die Anpassung der Pad-Parameter ist besonders dann sinnvoll, wenn ihr live spielen und den Controller für Fingerdrummings einsetzen möchtet. Das Ansprechverhalten und die Triggersteuerung der 64 Pads haben mir insgesamt sehr gut gefallen und auch die Encoder reagieren sehr exakt auf Anwendereingaben. Nicht ganz so gut haben mir die allgemeinen Steuerungstasten gefallen, die zur Navigation und der Funktionsaufrufe dienen, da man diese recht fest drücken muss, bis die entsprechende Ausführung erfolgt.

Ableton Push 2 - Die Steuerungstasten müssen fest gedrückt werden

Ableton Push 2 – Die Steuerungstasten müssen fest gedrückt werden

Einsatz live und im Studio

Der Push 2 Controller eignet sich in erster Linie für einen Studioeinsatz, um Songideen und Pattern zu entwickeln. Instrumente und Samples lassen sich damit bequem spielen und verwalten. Alternativ kann Push 2 aber auch zur Präsentation eines Live-Sets genutzt werden, da ihr Sequenzen in Echtzeit generieren, performen und bearbeiten könnt. Das ganze lässt sich im Alleingang aber auch gesynct in einem DJ-Setup umsetzen.

 

Änderungen im Vergleich zu Push 1

  • Gehäuse des neuen Controllers geringfügig größer
  • hochwertigere Materialanmutung
  • deutlich verbessertes Display inklusive einer Farbdarstellung
  • verbesserter Workflow
  • Navigationsbedienelemente neu angeordnet
  • besser ansprechende Triggerpads mit Farbcodierung

 

Upgrade-Aktion

Solltet ihr bereits einen Push-1-Controller besitzen, könnt ihr diesen an Ableton zurückschicken und erhaltet einen Nachlass von 30% beim Kauf eines Push-2-Controllers. Das „alte“ Gerät wird hierbei aber nicht entsorgt, sondern einer Jugendmusikinitiative zur Verfügung gestellt.

Fazit

Der Push-2-Controller ist eine sehr gute Ergänzung für die Sequencer-Software Live und erlaubt euch ein musikalisches Arbeiten ohne, dass ihr euren Computerbildschirm ständig im Blick haben müsst. Die Neuauflage des Controllers bietet recht viele Überarbeitungen, so dass sich ein Upgrade von Push 1 für die meisten Anwender lohnt. Ihr solltet allerdings im Hinterkopf behalten, dass ihr bei der Verwendung von Live zusätzlich noch eine Soundkarte benötigt und dass der Controller nicht zum Arrangieren von Songs verwendbar ist.

 

 

Hersteller: Ableton

Preise: ab 699 Euro

Ableton Push 2

Ableton Push 2
9.5

KLANG

10/10

    TECHNIK

    10/10

      PREIS/LEISTUNG

      9/10

        Pro

        • hochwertige Verarbeitung
        • gutes Display
        • musikalischer Workflow
        • gute Triggerpads
        • Trade-In für Push 1

        Contra

        • allgemeine Funktionstasten etwas schwergängig

         

        Alternativen

         

        Native Instruments Maschine

        Ab 579 Euro

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

        Ableton-Logo

        Tutorial: Mad Zach zeigt Trigger Tricks mit Ableton 9.2 und Push

        Ab sofort gibt es für alle Ableton Live 9 User ein kostenloses Update auf Version 9.2. Die wesentlichen Verbesserungen sind dabei:

        • Latenzkompensation für Max-for-Live-Anwendungen und Plugins
        • Verbessertes Audiowarping
        • 64 Pad Modus für Push

        Mehr Details zum Update findest Du hier.

        Was ich persönlich aber viel interessanter finde, sind die Tricks, mit denen Mad Zach beim Live-Sample-Triggern arbeitet. Im nachstehenden Video erklärt er ein paar hilfreiche Kniffe, die über das simple Knöpfchen Drücken hinaus gehen, um mehr Dynamik und Variationen aus den Sounds rauszuholen.

         

        Zur Ableton Website

        turntables in ableton

        Turntables in Ableton Live nutzen

        Mit VINYL LAB schickt sich ein Programm an Plattenspieler und Producingsoftware zuzusammenzubringen. Turntables für den Ableton Live DJ? Gelingt das? Weiterlesen

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        ABLETON LIVE 9.2

        Die bald kommende Version von ABLETON LIVE darf schon mal öffentlich getestet werden. Weiterlesen

        Reloop Neon

        Test: Reloop Neon – die „Mighty Box“ für Serato DJ im Praxischeck

        Den neuen Pad-Controller Reloop Neon hatten wir euch Anfang September bereits in einer Newsmeldung vorgestellt. Jetzt ist das kompakte Ergänzungsgerät, das der Hersteller als „Mighty Box“ bezeichnet lieferbar und steht für einen Praxistest bereit.

        Seit dem der Neuseeländische Softwarespezialist Serato sein Hauptaugenmerkt auf das digitale System Serato DJ gelegt hat, verzeichnet dieses einen kontinuierlichen Funktionszuwachs. Um die, vor allem im kreativen Bereich angesiedelten Funktionen praxisgerecht steuern zu können, hat Reloop jetzt den Neon veröffentlicht, der als Ergänzung in unterschiedlichen Setups genutzt werden kann.

         

        Reloop Neon

        Reloop Neon

        Ausgepackt

        Der Reloop Neon ist ein kleiner, kompakter Zusatz-Controller mit einer Gehäusebreite von 22 cm und einer Tiefe von 12 cm. Da sein Gewicht nur knapp 360 g beträgt, kann das vorbildlich verarbeitete Gerät einfach und bequem mit auf Tour gehen. Hauptaugenmerk des Neon sind seine 8 anschlagsdynamischen Pads, die mehrfarbig beleuchtet sind und unterschiedliche Funktionen in Serato DJ steuern.

         

        Reloop Neon - Pads

        Reloop Neon – Pads

        Die Funktionszuweisung der Pads findet mit Tasten statt, die direkt oberhalb der Pads angeordnet sind. Ein Encoder erlaubt die Navigation in der Songsammlung, das Laden von Songs und die Steuerung der Sampler-Lautstärke. Ein weiterer Encoder dient zum Setzen von Loops und für Loop Rolls.

         

        Reloop Neon - Encoder links

        Reloop Neon – Encoder links

         

        Reloop Neon - Encoder rechts

        Reloop Neon – Encoder rechts

        Links neben den Pads gibt es eine Tastreihe, die zum Umschalten der Sample-Bänke und der Decks dient. Auf der rechten Seite des Controllers lassen sich unterschiedliche Sample-Wiedergabeoptionen selektieren und der DVS-Modus auswählen, wenn das System per Control-Medien gesteuert wird.

         

        Reloop Neon - Bank/Deck-Taster

        Reloop Neon – Bank/Deck-Taster

        Reloop Neon - Sampler/Control-Taster

        Reloop Neon – Sampler/Control-Taster

        Der Neon wird zum Datenaustausch per USB-Kabel an einen Rechner angeschlossen und auf diese Weise auch mit Strom versorgt. Mittels einer so genannten Smart-Link-Buchse lassen sich zwei Neon miteinander verbinden.

         

        Reloop Neon - Anschlüsse

        Reloop Neon – Anschlüsse

        Angeschlossen

        Da der Reloop Neon ein offizielles Zubehörprodukt für Serato DJ ist, kann er direkt nach dem Anschluss an ein Computersystem genutzt werden. Eine Treiberinstallation muss daher weder unter Windows noch unter Mac OSX erfolgen und auch eine Einrichtung in Serato DJ entfällt. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass sich Serato DJ nicht alleine mit dem Neon in Betrieb nehmen lässt und die Software auch nicht zum Lieferumfang des Controllers gehört. Wenn ihr das System nutzen wollt, benötigt ihr eine Serato-DJ-kompatible Hardware in Form eines Controllers, eines Interfaces oder Mixers.

         

        Reloop Terminal Mix 8

        Reloop Terminal Mix 8

         

        Kontrolliert

        Für den Einstieg in meinen Praxistest habe ich zunächst die beiden globalen Funktionen Sampler und Pad FX untersucht. Die Sampler-Steuerung lässt sich mit den Performance-Mode-Tasten aktivieren und der Sampler mit Samples aus euren eigenen Produktionen oder mit Samples von Sample-CDs füllen.

         

        Reloop Neon - Performance-Mode-Tasten

        Reloop Neon – Performance-Mode-Tasten

         

        Die Pads reagieren sehr schnell und lassen sich mit oder ohne Anschlagsdynamik nutzen. Bei aktivierter Anschlagsdynamik könnt ihr zum Beispiel Drumsamples dynamisch spielen, um ein DJ-Set mit Einwurfsounds zu untermalen. Wird diese Funktion deaktiviert, so verhalten sich die Pads wie Schalter und können zum Ein- und Ausschalten von Loop-Samples genutzt werden. Die Wiedergabemodi der Samples werden auf dem Controller individuell angezeigt, so dass ihr jederzeit auf der Hardware ablesen könnt, ob ein Sample als Loop oder einmalig wiedergegeben wird. Der entsprechende Modus lässt sich ebenfalls mit dem Neon selektieren. Durch zweimaliges Drücken der Sampler-Taste wird die Effekt-Steuerung aktiviert. Mit dieser lassen sich einzelne Effekte aber auch Multieffektketten mit den Pads steuern. Was zunächst etwas verwunderlich klingt, da bei den meisten Controllern Drehregler zur Effektsteuerung zum Einsatz kommen, ist in der Praxis aber ein richtig cooles Feature. Je stärker man auf die Pads drückt, desto größer ist der entsprechende Effektparameter. Somit könnt ihr mit den Pads Delays aufschaukeln, Filtercutoff-Werte kontrollieren oder Flanger steuern (Diese Technik wurde bereits schon beim Vestax VCI-380 eingesetzt). Zudem lässt sich auch die Effektauswahl mit den Pads treffen.

         

        Reloop Neon - Pad FX

        Reloop Neon – Pad FX

         

        Hotcue, Loops, Slicer & Flip

        Neben den globalen Funktionen, gibt es auch eine Reihe an kreativen Vertretern mit einem unmittelbaren Deck-Bezug. Der Neon erlaubt die Auswahl des Decks und zeigt die getroffene Auswahl durch eine leuchtende Taste optisch an. Durch Drücken der Hotcue-Taste können die Pads zum Speichern und Anfahren von Hotcue-Punkten genutzt werden.

         

        Reloop Neon - Hotcue-Modus

        Reloop Neon – Hotcue-Modus

         

        Auch in dieser Disziplin überzeugt der Neon auf meinem Mac-Testsystem mit sehr kurzen Latenzzeiten. Wird die Slicer- oder Looped-Slicer Funktion aktiviert, zerlegt Serato DJ einen Ausschnitt eines Songs in kleine Segmente, die sich mit den Pads für Echtzeitremixe ansteuern lassen. Der Reloop Neon lässt sich zudem auch in Kombination mit der neuen Flip-Funktion nutzen. Diese müsst ihr allerdings separat für 29 US-Dollar freischalten, da sie nicht zur Standardausstattung der Software gehört.

         

        Serato Flip

        Serato Flip

         

        Die Flip-Funktion schneidet Hotcue-Aktionen mit und kann zur Generierung von Edits genutzt werden. Songteile können damit mehrfach wiederholt oder Passagen übersprungen werden. Ich persönlich finde diese neue Funktion etwas umständlich in der Handhabung, obgleich sicherlich ein großes Kreativpotential darin steckt. An dieser Miesere ist allerding nicht der Neon Schuld, sondern die Umsetzung in der Software. Hier solltet ihr euch bei passender Gelegenheit am besten selbst ein Bild machen.

        MIDI-Controller

        Der Reloop Neon kann neben der Kombination mit Serato DJ auch als gewöhnlicher MIDI-Controller zum Einsatz kommen. Beachten solltet ihr hierbei, dass es keine Möglichkeit gibt, die MIDI-Belegungen des Geräts zu verändern, da es keine Editorsoftware gibt. Als Steuerungsziele eigenen sich daher nur Programme, deren MIDI-Konfiguration anpassbar ist, wie zum Beispiel Traktor oder Ableton Live. Praktisch ist, dass ihr auch die Beleuchtung der Bedienelemente für eure eigenen Bedürfnisse programmieren könnt.

         

        Traktor - Controler Manager

        Traktor – Controler Manager

         

        Fazit

        Ich finde Reloop bietet mit dem Neon einen sehr praktischen Kreativ-Spezialisten für Serato DJ an. Der Controller bewältig seine Steuerungsaufgaben sehr gut und eignet sich als Ergänzung für Controller-User, aber auch für Anwender von DVS-Systemen. Wem das häufige Umschalten des Deckfokus oder der Funktionen zu umständlich ist, kann dieses durch den Einsatz eines zweiten Neon reduzieren. Da der Neon auch preislich sehr attraktiv ist, sind die aktuell verfügbaren Controller von Akai (AFX) und Pioneer (DDJ-SP1), die ebenfalls als offizielles Serato-DJ-Zubehör angeboten werden, eigentlich keine direkten Alternativen.

         

         

        Hersteller: Reloop

        Web: www.reloop.com

        Preis: 129 Euro

        Hier geht es zum Test von AMAZONA.DE

         

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         PLUS

        + kompakter Zusatzcontroller

        + schnell reagierende Pads

        + optional nutzbare Anschlagsdynamik

        + sehr gut verarbeitet

        + gutes Preisleistungsverhältnis

         

        MINUS

        – viele Mehrfachbelegungen

         

         

        Alternativen

         

        Pioneer DDJ-SP1

        Straßenpreis: 270 Euro

        www.pioneer.eu

         

        Akai Pro AFX

        Straßenpreis: 179 Euro

        www.akaipro.de

         

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        Video – AKAI APC40 MK2

        Ein Nachtrag zum Review der APC40 MK2. Service für Lesefaule. Weiterlesen

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        LAUNCHCONTROL XL -Review

        Hersteller NOVATION bewirbt das jüngste Mitglied der LAUNCH-Serie als “ultimativer Controller für ABLETON LIVE”. Doch, ist er das wirklich? Weiterlesen

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        Ende des Monats bekommt die “Launch-Familie” Zuwachs, den LAUNCH CONTROL XL. Weiterlesen

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        Review – NUMARK ORBIT

        ORBIT bezeichnet eigentlich die Laufbahn eines Objektes um einen Himmelskörper.  Oder eine Kaugummimarke.
        Es kann aber auch ein brandneuer Controller von NUMARK sein, ein kabelloser.  Weiterlesen

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        Die DJ-Sackgasse?

        Inspiriert durch eine kleine Diskussion hier im Büro und der gestrigen Vorstellung des neuen Pioneer-Players kam mir ein Gedanke. Wie sieht es aus mit einem Systemwechsel? Einmal Traktor, immer Traktor? Weiterlesen

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        Ralf aka DJ RAZY, seines Zeichens begeisterter Serato Scratch Live & Ableton Live User, hat ganze Arbeit geleistet und ein tolles Tutorial für “The Bridge” ausgearbeitet. Weiterlesen

        tastatur

        Laptop zum Auflegen: KaufberatungFind the right laptop for djing

        Das digitale Auflegen mit einem Controller oder einem Digitalen Vinyl System (DVS) setzt voraus, dass man einen Computer einsetzt, von dem die Musik abgespielt werden kann. Für den mobilen Einsatz ist der Laptop bisher noch die am häufigsten genutzte Computervariante. Einsteiger DJs, Umsteiger oder auch die jenigen, die ihr System aktualisieren wollen oder müssen, sollten beim Kauf eines Laptops auf mehrere Punkte achten, damit das digitale DJing letztendlich spaß macht und nicht dazu führt, dass man enttäuscht die Zeit in irgendwelchen Support-Hotlines oder Foren verbringt. Egal ob für DVS- oder Controller DJs, ob Traktor, Scratch Live, Torq, Mixvibes, Virtual DJ, Ableton Live oder wie auch immer die genutzte/gewünschte Software heißt, die nachstehende Liste und die Tuningtipps sollen dabei helfen optimale Voraussetzungen zu schaffen und Systemabstürze oder Soundprobleme zu vermeiden. Die Liste entstand durch Erfahrungen, die ich und meine Kollegen im Support für digitales Auflegen gesammelt haben. Sie ersetzt aber nicht ein Beratungsgespräch mit einem kompetenten Fachverkäufer! Man sollte sich also vor Augen halten, wie wichtig einem der Service ist, den man vielleicht bei einem günstigen Internetangebot nicht hat.

        Minimale Systemvoraussetzung?

        Generell sollte man sich die minimalen Systemvorraussetzung der Software anschauen, die man verwenden möchte. Am Besten ist es, wenn man diese sogar noch überschreitet, um einen Sicherheitspuffer zu haben, der Risiken eines Absturzes verringert.

        Welcher Prozessor soll es sein?

        Für Audio-Anwendungen sollte man generell einen aktuellen und schnellen Prozessor wählen. Gerade bei DJ-Anwendungen kann dies zur Stolperfalle werden, sobald der Prozessor nicht mehr in der Lage ist, kurze Latenzen bei der Audiowandlung, Tonhöhenkorrektur (Keylock), Effekteinschleifungen oder das Arbeiten mit mehreren Decks und Sampler, zu verarbeiten. Ein überlasteter Prozessor liefert unangebrachte Störgeräusche oder Ausfälle im Signal weg oder im schlimmsten Fall einen Totalabsturz der Software.  Nachstehend findet ihr unsere Empfehlung, die auf Erfahrungswerten basiert:

        AMD-Prozessoren (Als Hauptprozessor): Es gibt diverse Software- und Hardwarehersteller, die von AMD-Prozessoren abraten oder gänzlich eine Inkompatibilität ausprechen. Bevor man hier ein Risiko eingeht, nur weil man Geld sparen möchte, sollte man aktuell noch zu einem Intel Prozessor greifen.

        Office- & Netbook Prozessoren: Es gibt bestimmt zahlreiche Ausnahmefälle, die vielleicht unserer Aussage widersprechen, aber wir sagen:”Finger weg von Office- oder Netbookprozessoren, die da heißen: Intel Atom, Sempron, Celeron,…

        Intel-Prozessoren: Aktuell fährt man minimal mit einem Dual Core und Core 2 Duo Prozessor noch recht gut. Die Spitze bilden aber die Prozessoren der Intel Core i Serie.

        Generell kann man aber nicht sagen, dass die besten Prozessoren das einstellbare Maximum aus der jeweiligen DJ-Anwendung holen, denn Betriebssystem und die Qualität der Audiotreiber spielen hier ebenfalls eine wichtige Rolle. Wer nicht weiß, was für ein Ranking der eigene Prozessor hat, kann dies sehr schnell über Wikipedia rausfinden 🙂

        Mac oder PC ? Welches Betriebssystem?

        Das gegenseitige Dissen zwischen der Apple-Sekte und den Windows-Faschisten ist genauso unnötig wie die Sync-Button Diskussion. Denn ein Mac ist nicht unbedingt teuerer oder besser als ein PC. Man muss bei einem PC lediglich genauer hinschauen, welche Komponenten verbaut wurden. Durch diese Variationsvielfalt  tappt man bei PCs als Unerfahrener Konsument gerne mal in die Falle von günstigen Lockangeboten, bei denen an bestimmten Stellen gespart wird. Im Grunde sollte man sich aber erstmal für das Betriebssystem (Windows oder Mac OSX) entscheiden, mit dem man schon Erfahrungen gesammelt hat und dass einem am besten liegt (Für Linux gibt es leider kaum DJ-Anwendungen). Das bedeutet letztendlich, das man sich zu mindest in den Systemeinstellungen des jeweiligen Betriebssystem zurechtfinden sollte. Es bringt absolut nichts, wenn ein jahrelanger Windows-User auf einen Mac umsteigt, nur weil es ihm sein Umfeld empfiehlt oder aus modischen Aspekten der Apfel über der Tanzflächen thronen soll. Denn es wird immer wieder mal vorkommen, dass man Einstellungen am Betriebssystem vornehmen muss und was wäre dann nerviger, wenn man den Weg zum Ziel nicht kennt, weil man sich in der neuen Umgebung nicht zurecht findet?

        32Bit oder 64Bit ?

        Aktuell sollte man sich auch immer nochmal umschauen, ob man sich für ein 32Bit oder 64Bit System entscheidet, denn es gibt immer noch Software, die nicht 64Bit kompatibel ist. Hier sollte man sich auch nicht darauf verlassen, dass ein 64Bit System ein 32Bit System emulieren kann. Es gilt also auch hier, sich die Systemvoraussetzungen der gewünschten Auflege-Software genau anzuschauen. Wer sich damit aber nicht auskennt und überfordert fühlt, sollte besser einen Fachverkäufer fragen. Es kann auch hilfreich sein, wenn man alles aus einer Hand kauft, weil man dann immer einen direkten Ansprechpartner hat.

        Grafikkarte

        DJ-Anwendungen benötigen eigentlich keine hohen Grafikanforderungen. Man sollte lediglich darauf achten, dass die verbaute Grafikkarte keine Leistung vom Hauptprozessor abgreift, d.h. es sollte keine “Shared Memory” Karte sein. Wenn möglich, sollte der Hauptprozessor generell nicht zusätzlichen, unnötigen Belastungen ausgesetzt werden.





        Arbeitsspeicher (RAM)

        Der Arbeitsspeicher sollte den Systemvoraussetzungen der DJ-Anwendung entsprechen. Es darf auch gerne etwas mehr sein, wenn man mehr als eine Anwendung gleichzeitig nutzt. (Bei Serato “The Bridge” ist es z.B. noch nötig, dass Ableton Live parallel zu Scratch Live geöffnet ist.)

        USB-Anschlüsse

        Man sollte sich vorweg bewusst sein, wie viele USB-Anschlüsse benötigt werden, damit man später nicht genötigt ist mit einem USB-HUB zu arbeiten (Falls eine externe Soundkarte, eine externe Festplatte und ein USB-Controller genutzt wird). Des weiteren gibt es aktuell Geräte, die nicht ganz im Einklang mit USB 3.0 sind, d.h. USB 2.0 reicht völlig aus.

        Firewire

        Es gibt nicht viele Geräte, die mit einer Firewire Schnittstelle versehen sind. Wird aber ein Firewire Anschluss an einem PC benötigt, so sollte man sich genauer über dessen Chipsatz informieren, denn unsere Erfahrung hat gezeigt, das manche Firewirekarten nur bestimmte Firewiregeräte akzeptieren. Leider haben wir nie eine genaue Erklärung dafür herausgefunden, außer dass es mit Firewirekarten mit einem Texas Instruments Chipsatz immer funktioniert hat. Viele Windows Laptops haben einen Mini-Firewire (4-Pin) Anschluss auf der Hauptplatine. Falls es also damit nicht gehen sollte, gibt es immer noch die Möglichkeit, sofern vorhanden, den ExpressCard-Slot mit einer Firewirekarte auszustatten. Bei Macs trat dieses Problem bisher nicht auf.

        Display

        Grundsätzlich machen entspiegelte Displays tagsüber einen besseren Job, da man in einer hellen Umgebung weniger störenden Reflexionen hat. Abends oder im Club kommt das weniger zum Tragen. Bei der Displaygröße kommen sich persönliche Vorlieben und die grafischen Systemvoraussetzungen der jeweiligen Software in die Quere. Vor allem, wenn man es gerne klein und komfortabel haben möchte, kann es bei einigen Softwares dazu kommen, dass nicht mehr alles angezeigt wird. Man sollte vorher checken, was alles in einer Software gleichzeitig angezeigt werden soll. Lässt man z.B. in Traktor Pro alle Effekteinheiten, die Advanced Panels (Move, Cue, Grid) und den Crossfader anzeigen, so kann es auf einem 13″ Macbook dazu kommen, dass nicht alles sichtbar ist. Es lässt sich dann vielleicht noch mit verschiedenen Screenvarianten arbeiten, aber ständiges Umschalten ist nicht Jedermanns Sache.

        Festplatte

        Die interne Festplatte sollte, nachdem die komplette Musik drauf ist, noch genügend freien Speicher aufweisen, da sonst der Rechner langsamer werden kann. Dies kann schon bei einer verbleibenden Kapazität von 10 GB eintreten. Bezüglich der Lesegeschwindigkeit heutiger Festplatten brauch man sich eigentlich kaum Gedanken zu machen, da es ab 5400 U/min. keine Probleme geben sollte. Beim Arbeiten mit externen Festplatten könnten verlängerte Zugriffszeiten auftreten. Hier muss man individuell entscheiden, ob man das in Kauf nimmt.

        Schaut euch auch unsere Laptop-Tuningtipps für digital DJs an !

        Solltet ihr noch weitere Fragen, Tipps oder Verbesserungsvorschläge haben, dann kommentiert diesen Beitrag einfach !



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