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Laptop zum Auflegen: KaufberatungFind the right laptop for djing

Das digitale Auflegen mit einem Controller oder einem Digitalen Vinyl System (DVS) setzt voraus, dass man einen Computer einsetzt, von dem die Musik abgespielt werden kann. Für den mobilen Einsatz ist der Laptop bisher noch die am häufigsten genutzte Computervariante. Einsteiger DJs, Umsteiger oder auch die jenigen, die ihr System aktualisieren wollen oder müssen, sollten beim Kauf eines Laptops auf mehrere Punkte achten, damit das digitale DJing letztendlich spaß macht und nicht dazu führt, dass man enttäuscht die Zeit in irgendwelchen Support-Hotlines oder Foren verbringt. Egal ob für DVS- oder Controller DJs, ob Traktor, Scratch Live, Torq, Mixvibes, Virtual DJ, Ableton Live oder wie auch immer die genutzte/gewünschte Software heißt, die nachstehende Liste und die Tuningtipps sollen dabei helfen optimale Voraussetzungen zu schaffen und Systemabstürze oder Soundprobleme zu vermeiden. Die Liste entstand durch Erfahrungen, die ich und meine Kollegen im Support für digitales Auflegen gesammelt haben. Sie ersetzt aber nicht ein Beratungsgespräch mit einem kompetenten Fachverkäufer! Man sollte sich also vor Augen halten, wie wichtig einem der Service ist, den man vielleicht bei einem günstigen Internetangebot nicht hat.

Minimale Systemvoraussetzung?

Generell sollte man sich die minimalen Systemvorraussetzung der Software anschauen, die man verwenden möchte. Am Besten ist es, wenn man diese sogar noch überschreitet, um einen Sicherheitspuffer zu haben, der Risiken eines Absturzes verringert.

Welcher Prozessor soll es sein?

Für Audio-Anwendungen sollte man generell einen aktuellen und schnellen Prozessor wählen. Gerade bei DJ-Anwendungen kann dies zur Stolperfalle werden, sobald der Prozessor nicht mehr in der Lage ist, kurze Latenzen bei der Audiowandlung, Tonhöhenkorrektur (Keylock), Effekteinschleifungen oder das Arbeiten mit mehreren Decks und Sampler, zu verarbeiten. Ein überlasteter Prozessor liefert unangebrachte Störgeräusche oder Ausfälle im Signal weg oder im schlimmsten Fall einen Totalabsturz der Software.  Nachstehend findet ihr unsere Empfehlung, die auf Erfahrungswerten basiert:

AMD-Prozessoren (Als Hauptprozessor): Es gibt diverse Software- und Hardwarehersteller, die von AMD-Prozessoren abraten oder gänzlich eine Inkompatibilität ausprechen. Bevor man hier ein Risiko eingeht, nur weil man Geld sparen möchte, sollte man aktuell noch zu einem Intel Prozessor greifen.

Office- & Netbook Prozessoren: Es gibt bestimmt zahlreiche Ausnahmefälle, die vielleicht unserer Aussage widersprechen, aber wir sagen:”Finger weg von Office- oder Netbookprozessoren, die da heißen: Intel Atom, Sempron, Celeron,…

Intel-Prozessoren: Aktuell fährt man minimal mit einem Dual Core und Core 2 Duo Prozessor noch recht gut. Die Spitze bilden aber die Prozessoren der Intel Core i Serie.

Generell kann man aber nicht sagen, dass die besten Prozessoren das einstellbare Maximum aus der jeweiligen DJ-Anwendung holen, denn Betriebssystem und die Qualität der Audiotreiber spielen hier ebenfalls eine wichtige Rolle. Wer nicht weiß, was für ein Ranking der eigene Prozessor hat, kann dies sehr schnell über Wikipedia rausfinden 🙂

Mac oder PC ? Welches Betriebssystem?

Das gegenseitige Dissen zwischen der Apple-Sekte und den Windows-Faschisten ist genauso unnötig wie die Sync-Button Diskussion. Denn ein Mac ist nicht unbedingt teuerer oder besser als ein PC. Man muss bei einem PC lediglich genauer hinschauen, welche Komponenten verbaut wurden. Durch diese Variationsvielfalt  tappt man bei PCs als Unerfahrener Konsument gerne mal in die Falle von günstigen Lockangeboten, bei denen an bestimmten Stellen gespart wird. Im Grunde sollte man sich aber erstmal für das Betriebssystem (Windows oder Mac OSX) entscheiden, mit dem man schon Erfahrungen gesammelt hat und dass einem am besten liegt (Für Linux gibt es leider kaum DJ-Anwendungen). Das bedeutet letztendlich, das man sich zu mindest in den Systemeinstellungen des jeweiligen Betriebssystem zurechtfinden sollte. Es bringt absolut nichts, wenn ein jahrelanger Windows-User auf einen Mac umsteigt, nur weil es ihm sein Umfeld empfiehlt oder aus modischen Aspekten der Apfel über der Tanzflächen thronen soll. Denn es wird immer wieder mal vorkommen, dass man Einstellungen am Betriebssystem vornehmen muss und was wäre dann nerviger, wenn man den Weg zum Ziel nicht kennt, weil man sich in der neuen Umgebung nicht zurecht findet?

32Bit oder 64Bit ?

Aktuell sollte man sich auch immer nochmal umschauen, ob man sich für ein 32Bit oder 64Bit System entscheidet, denn es gibt immer noch Software, die nicht 64Bit kompatibel ist. Hier sollte man sich auch nicht darauf verlassen, dass ein 64Bit System ein 32Bit System emulieren kann. Es gilt also auch hier, sich die Systemvoraussetzungen der gewünschten Auflege-Software genau anzuschauen. Wer sich damit aber nicht auskennt und überfordert fühlt, sollte besser einen Fachverkäufer fragen. Es kann auch hilfreich sein, wenn man alles aus einer Hand kauft, weil man dann immer einen direkten Ansprechpartner hat.

Grafikkarte

DJ-Anwendungen benötigen eigentlich keine hohen Grafikanforderungen. Man sollte lediglich darauf achten, dass die verbaute Grafikkarte keine Leistung vom Hauptprozessor abgreift, d.h. es sollte keine “Shared Memory” Karte sein. Wenn möglich, sollte der Hauptprozessor generell nicht zusätzlichen, unnötigen Belastungen ausgesetzt werden.



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Arbeitsspeicher (RAM)

Der Arbeitsspeicher sollte den Systemvoraussetzungen der DJ-Anwendung entsprechen. Es darf auch gerne etwas mehr sein, wenn man mehr als eine Anwendung gleichzeitig nutzt. (Bei Serato “The Bridge” ist es z.B. noch nötig, dass Ableton Live parallel zu Scratch Live geöffnet ist.)

USB-Anschlüsse

Man sollte sich vorweg bewusst sein, wie viele USB-Anschlüsse benötigt werden, damit man später nicht genötigt ist mit einem USB-HUB zu arbeiten (Falls eine externe Soundkarte, eine externe Festplatte und ein USB-Controller genutzt wird). Des weiteren gibt es aktuell Geräte, die nicht ganz im Einklang mit USB 3.0 sind, d.h. USB 2.0 reicht völlig aus.

Firewire

Es gibt nicht viele Geräte, die mit einer Firewire Schnittstelle versehen sind. Wird aber ein Firewire Anschluss an einem PC benötigt, so sollte man sich genauer über dessen Chipsatz informieren, denn unsere Erfahrung hat gezeigt, das manche Firewirekarten nur bestimmte Firewiregeräte akzeptieren. Leider haben wir nie eine genaue Erklärung dafür herausgefunden, außer dass es mit Firewirekarten mit einem Texas Instruments Chipsatz immer funktioniert hat. Viele Windows Laptops haben einen Mini-Firewire (4-Pin) Anschluss auf der Hauptplatine. Falls es also damit nicht gehen sollte, gibt es immer noch die Möglichkeit, sofern vorhanden, den ExpressCard-Slot mit einer Firewirekarte auszustatten. Bei Macs trat dieses Problem bisher nicht auf.

Display

Grundsätzlich machen entspiegelte Displays tagsüber einen besseren Job, da man in einer hellen Umgebung weniger störenden Reflexionen hat. Abends oder im Club kommt das weniger zum Tragen. Bei der Displaygröße kommen sich persönliche Vorlieben und die grafischen Systemvoraussetzungen der jeweiligen Software in die Quere. Vor allem, wenn man es gerne klein und komfortabel haben möchte, kann es bei einigen Softwares dazu kommen, dass nicht mehr alles angezeigt wird. Man sollte vorher checken, was alles in einer Software gleichzeitig angezeigt werden soll. Lässt man z.B. in Traktor Pro alle Effekteinheiten, die Advanced Panels (Move, Cue, Grid) und den Crossfader anzeigen, so kann es auf einem 13″ Macbook dazu kommen, dass nicht alles sichtbar ist. Es lässt sich dann vielleicht noch mit verschiedenen Screenvarianten arbeiten, aber ständiges Umschalten ist nicht Jedermanns Sache.

Festplatte

Die interne Festplatte sollte, nachdem die komplette Musik drauf ist, noch genügend freien Speicher aufweisen, da sonst der Rechner langsamer werden kann. Dies kann schon bei einer verbleibenden Kapazität von 10 GB eintreten. Bezüglich der Lesegeschwindigkeit heutiger Festplatten brauch man sich eigentlich kaum Gedanken zu machen, da es ab 5400 U/min. keine Probleme geben sollte. Beim Arbeiten mit externen Festplatten könnten verlängerte Zugriffszeiten auftreten. Hier muss man individuell entscheiden, ob man das in Kauf nimmt.

Schaut euch auch unsere Laptop-Tuningtipps für digital DJs an !

Solltet ihr noch weitere Fragen, Tipps oder Verbesserungsvorschläge haben, dann kommentiert diesen Beitrag einfach !



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Phil Morse

7 Punkte die einen guten DJ-Kopfhörer ausmachen7 Surprising Features Of Good DJ Headphones

Jeder DJ steht irgendwann vor der Entscheidung sich einen Kopfhörer fürs Auflegen zuzulegen und muss sich mindestens einmal mit der Frage auseinander, worauf es ihm persönlich eigentlich ankommt. Gut ist, wenn man weiß, was man will, aber was machen, wenn man keinen Ansatz findet. Da wir von DJ-Lab.de natürlich auch gespannt andere Blogs lesen, ist uns der englische Beitrag ” 7 Surprising Features Of Good DJ Headphones” von Phil Morse auf Digital Dj Tips ins Auge gefallen. Er nennt darin sieben Punkte, auf die man beim Kopfhörerkauf achten sollte. Wir fanden den Artikel so interessant, dass wir ihn mit Phil´s Erlaubnis, nach besten Gewissen, ins Deutsche übersetzt haben.

Lest euch mal die Punkte durch und sagt uns, was ihr darüber denkt ! Jede konstruktive Kritik ist herzlich willkommen !

Kopfhörer sollten den Sound genau wiedergeben, richtig? Man sollte sie relativ lange, komfortable tragen können. Sie sollten einen guten Sound haben, der so nah wie möglich am Realbild liegt. Was anderes zählt nicht, richtig?

Ähm, es hat sich herausgestellt, dass nichts von dem oben genannten wirklich wichtig ist. DJs haben bestimmte Anforderungen, wenn es um Kopfhörer geht und diese sollte man bedenken, wenn es darum geht, eine Wahl zu treffen…

Gute DJ-Kopfhörer sollten…

1. Mit einem Ohr getragen werden können – Eine Grundart DJ-Kopfhörer zu nutzen besteht darin, mit einem Ohr die Monitorbox und mit dem anderen den dazu gemixten Track abzuhören, was einem ein exaktes Beatmatching erlaubt. Wenn man dabei den Kopfhörer nicht auf einem Ohr tragen kann, wird man damit Schwierigkeiten bekommen.  Am besten schaut man nach Kopfhörermuscheln, die sich drehen und wenden lassen, so dass sie nicht im weg sind!

2. Bequem sein.. aber auf dem Hals, nicht auf dem Kopf – DJs tendieren dazu den Kopfhörer nicht die ganze Zeit auf dem Kopf zu tragen. Sie nutzen ihn, um einen Track vorzuhören, nehmen ihn dann wieder ab, um ihn um den Hals zu tragen. Wenn ein Kopfhörer am Hals kratzt, scheuert oder anderweitig nervt, wird man mit ihm nicht viel Spaß haben, auch wenn er sich komfortabel auf dem Kopf tragen läßt.

3.  Nimm ein Spiralkabel – Bei Freizeitkopfhörern würde ein Spiralkabel merkwürdig aussehen, aber im DJ-Bereich ist ein Spiralkabel sehr nützlich. Der Grund dafür ist, dass man die meiste Zeit eigentlich vor seinem Equipment steht, aber wenn man sich mal davon weg bewegt (um nach einem Getränk zu greifen, einen Wunschtitel entgegen zu nehmen oder um in der Tasche hinter sich etwas zu suchen) wird man für den Extrafreiraum dankbar sein, das ein Spiralkabel bietet.

4. Einen modellierten Sound haben – Als DJ ist man nicht an einem hervorragenden Klang oder einem möglichst treuem Klangbild interessiert. Man muss in der Lage sein einzelne Elemente fürs Beatmatching heraushören zu können. Ein druckvoller Bass und klar definierte Mitten und Höhen sind viel besser als ein feiner und anspruchsvoller Sound, der vielleicht zu Hause auf Dauer angenehmer zu hören ist, aber im Club einem nicht sagt, was die Kickdrum von der Bassline und der Snare, in einer lauten Umgebung, unterscheidet.

5. Laut sein. Das meiste moderne DJ-Equipment, besonders DJ-Controller, leiden unter mangelnder Ausgangslautstärke, verursacht durch den USB-Strom. Das bedeutet, dass Kopfhörer einen sensiblen Treiber haben sollten, um die größtmögliche Lautstärke zu liefern. Andernfalls wird man feststellen, das es sogar bei voll aufgedrehtem Pegel nicht laut genug sein wird. Das wird zunächst zu Hause beim Üben nicht auffallen, jedoch spätestens beim ersten Gig in einer lauten Umgebung.

6. Langlebig sein – Die DJ Kanzel ist eine sehr extreme Umgebung und der  Equipmenttransport zum Gig und wieder nach Hause birgt Gefahren. Du setzt dich auf deine DJ-Tasche, oder etwas wird drauf gestellt, das Equipment fällt runter, Leute verschütten Getränke, die Kopfhörer werden versehentlich auf den Boden gerissen, Schweiß, Hitze, Staub, Rauch…das ist nichts Außergewöhnliches. Langlebig ist gut: Achte auf stabile Gelenke, Ersetzbare Teile, setze bessser auf Metall, als auf Plastik…

7. Transportabel sein – Werden sie zusammen mit einer Kopfhörertache ausgeliefert ? Wie lassen sie sich verstauen, falten? Faltet man sie in eine Richtung oder in zwei ? Kopfhörer haben eine unpraktische Form. Es ist besser, wenn man sie schnell zusammenklappen und in der Tasche verstauen kann. Besonders wenn man fliegt und nur Handgepäckgrößen erlaubt sind, macht es einen riesen Unterschied, wenn man den Kopfhörer schnell und ohne Beschädigungen, verstauen kann. (Natürlich könnte man sie auch ständig um den Hals tragen…)

Zu guter letzt…

Die goldene Regel heißt Ausprobieren bevor man kauft oder Reviews lesen und dabei die oben genannten Punkte im Kopf behalten. Besonders wenn es um den Tragekomfort geht, ist Ausprobieren unumgänglich.

Jetzt einen guten Kopfhörer finden!

Quelle: Digitaldjtips.com

Autor: Phil Morse

Übersetzung: Rob-B


Phil Morse

Thanks to Phil Morse from digitaldjtips.com for sharing his interessting blogpost.

Original Title: 7 Surprising Features Of Good DJ Headphones

Source: Digitaldjtips.com

Written by: Phil Morse

Translated by: Rob-B (DJ-Lab.de)