Im Angesicht der kommenden Bundestagswahl rufen viele Clubs und Veranstaltende ihre Community dazu auf, wählen zu gehen. Sie sehen die Demokratie in Gefahr und warnen vor dem Faschismus.
In ein paar Tagen wird in Deutschland gewählt: Am Sonntag, 23. Februar, steht die Bundestagswahl an. Die AfD steht als in Teilen gesichert rechtsextreme Partei in den Umfragen stabil bei 20 Prozent. Grund genug für die Akteur:innen der Clubkultur, Haltung zu zeigen: Viele Clubs und Verbände rufen ihre Follower:innen und Gäste nicht nur dazu auf, am kommenden Sonntag wählen zu gehen, sondern sie werben auch dafür, das Kreuz bei demokratischen Parteien zu machen.
In einem Statement äußern sich beispielsweise 31 Münsteraner Clubs und Veranstaltende wie das Docklands, Fusion oder Heaven besorgt über die Zukunft der Demokratie in Deutschland:
Wenn allein die Superreichen/Großkonzerne dieser Welt die Staaten nicht um Milliarden Steuereinnahmen bringen würden, dann wären wir schon ein ganzes Stück weiter. Wenn sich solch gierige Typen dann aber on top als Rassisten, Faschisten, Nazis oder Klimawandelleugner entpuppen und zu allem Übel Wahlen/Politiker:innen als auch sämtliche soziale Medien kaufen, dann sollten bei uns allen die Alarmglocken läuten!
Die Beteiligten erinnern ebenfalls an die Nazi-Zeit und warnen vor einer unmittelbaren Bedrohung der Demokratie.
Clubverbände engagieren sich für die Demokratie
Auch die Clubverbände äußern sich zu den bevorstehenden Bundestagswahlen: Die Berliner Clubcommission meint: "Die Clubkultur hat immer Brücken gebaut, wo andere Mauern errichteten. Bei den anstehenden Wahlen geht es um die Zukunft einer demokratischen, inklusiven und solidarischen Gesellschaft."
Das Clubkombinat ruft ebenfalls zur Wahl auf. Die Interessensvertretung der Hamburger Clubs beteiligt sich an der Go Vote-Kampagne, mit der 100 Organisationen aus Kultur, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Sport, Kirchen und Gewerkschaften für die Stärkung der Demokratie eintreten.
Die LiveMusikKommission geht noch einen Schritt weiter und hat Kernforderungen an die Politik erarbeitet, die die zukünftige Bundesregierung nach den Wahlen umsetzen soll. Die LiveKomm betont die aktuell schwierige Situation im Kultur- und Musiksektor und fordert unter anderem ein verstetigtes Schallschutzprogramm sowie eine Anpassung der Baunutzungsverordnung. Clubs sind seit 2021 endlich als Kulturstätten anerkannt, doch auf die daraus folgende Änderung der Baunutzungsverordnung wartet die Clubszene immer noch.
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